Hatterwüsting - Langgezogene Alleen, auf beiden Seiten der Straßen landwirtschaftliche Flächen, dazwischen Grünstreifen. Im Außenbereich von Hatterwüsting gibt es noch viel Natur. Doch genießen kann Helmut Jacobs, Bezirksvorsteher für die Ortschaft Hatterwüsting II immer weniger. Der Grund: Er muss sich in seiner Funktion auch mit einem ausgesprochen ärgerlichen Phänomen auseinandersetzen – der illegalen Müllentsorgung.
„Wir haben hier im Außenbereich des Ortes einige Problembereiche, unter anderem am Sandweg, Grüner Weg, Kiebitzweg und Fasanenweg“, erzählt Jacobs. An der Kreuzung des Kiebitzwegs mit dem Fasanenweg sei es im Vorjahr schon „extrem“ gewesen, erinnert sich der Hatterwüstinger. Bauschutt, Holz von einem Gartenzaun und Gartenabfälle waren dort einfach von Unbekannten an die Seite geschmissen worden.
Der Bezirksvorsteher meldete diese und alle weiteren Vorfälle ans Hatter Rathaus, von dort geht die Meldung weiter an den Landkreis Oldenburg und den für Umweltdelikte zuständigen Polizisten Andreas Wieting. Die einzige Chance, die Unbekannten zu erwischen, besteht darin, in den Hinterlassenschaften Hinweise auf die Täter zu finden. „Häufig verläuft die Untersuchung des Mülls ergebnislos“, ärgert sich Jacobs.
Der Hatterwüstinger will aber nicht aufgeben – der Umwelt zuliebe. Zumindest im Vorjahr gab es auch ein Erfolgserlebnis. Damals konnte ein Umweltverschmutzer ermittelt werden, weil Passanten am Fasanenweg das Kfz-Kennzeichen notiert hatten. Jacobs erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizeistation in Sandkrug, wie er erzählt. Der Täter, so stellte sich heraus, war kein Fremder auf der Durchreise, sondern ein Hatter Bürger, der ganz in der Nähe wohnte.
Erst kürzlich sind mitten im Ort, an der Kreuzung Dorfstraße/Leipziger Straße, Holz, Blumentöpfe und tote Gartenpflanzen entsorgt worden. „Der Heimatverein säubert jedes Jahr zweimal den Ort komplett vom Müll, und von wenigen Mitmenschen wird dann wieder einfach Müll in der Landschaft entsorgt“, erzählt Jacobs frustriert. Doch eines ist für ihn klar: Er wird auch in Zukunft aufmerksam bleiben.
