Stollhamm - 80.000 bis 100.000 Euro Schaden, so schätzt die Nordenhamer Polizei, hat ein Feuer verursacht, das am späten Montagvormittag auf dem Dachboden eines reetgedeckten Hauses an der Ulmenstraße in Stollhamm ausgebrochen war. Die Feuerwehr konnte durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern. „Fünf Minuten später, und das gesamte Haus hätte in Flammen gestanden“, sagt Gemeindebrandmeister Frank Linneweber.

Die Bewohner hatten sich nach Auskunft der Polizei darüber gewundert, dass es in der Küche außergewöhnlich heiß wurde. Als sie Brandgeruch wahrnahmen und zudem sahen, dass sich an einer Stelle bereits die Wand braun zu verfärben begannen, hätten sie die Feuerwehr alarmiert. Die Ortswehren Stollhamm, Burhave, Tossens und Seefeld rückten in die Ulmenstraße aus.

Den rund 35 Einsatzkräften sei es gelungen, das Feuer, das im Bereich des Schornsteins ausgebrochen war, zunächst auf einen Bereich von zwei Quadratmetern zu begrenzen und die Flammen schließlich zu löschen, berichtet Frank Linneweber. Dafür mussten die Feuerwehrleute allerdings eine Zimmerdecke aufstemmen. Dadurch und durch das Löschwasser und den Brandrauch ist der hohe Schaden entstanden.

Nach Stollhamm ausgerückt waren auch die Kameraden der Nordenhamer Feuerwehr mit ihrem Drehleiterwagen. Sie konnten jedoch auf halber Strecke wieder kehrt machen, weil sich herausstellte, dass der Einsatz der Drehleiter nicht erforderlich sein würde.

Polizei und Feuerwehr gehen nach dem derzeitigen Stand der Dinge davon aus, dass das Feuer in Folge eines technischen Defekts ausgebrochen war. Die genaue Brandursache müssen die weiteren Ermittlungen ergeben, für die die Polizei das Haus routinemäßig beschlagnahmt hat.