Stollhamm - Es war ein arbeitsreiches und aufregendes Jahr für die Stollhammer Feuerwehr. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung der Brandschützer aus den Berichten deutlich. Insgesamt 40 Mal und damit fünf Mal mehr als im Jahr davor wurden die Kameraden alarmiert und mussten ausrücken.

Bei den Einsätze handelte sich um 13 Fehlalarme, drei Einsatzübungen, sechs Wasserrettungen, sieben technische Hilfeleistungen und elf Brandeinsätze. Die Hilfeleistungen betrafen nicht zuletzt in Not geratene Tiere. So mussten eine Eule aus einer Zwischendecke und ein Schaf und ein Pferd jeweils aus einem Graben gerettet werden. Dramatischer wurde es bei einem Unfall in Moorsee, bei dem ein Pferd auf die Reiterin gefallen war – sie konnte verletzt gerettet werden.

Besonders in den Knochen steckt den Stollhammern der tragische Brand im Pflegeheim Haus Christa, der sich Anfang September ereignet und zwei Menschenleben gefordert hatte. Ortsbrandmeister Gerhard Hennicke und seine Leute stehen seit dem Brand in einem intensiven Austausch mit der Heimleitung und dem Betreiber. Ziel der Gespräche ist es, den Brandschutz in der Pflegeeinrichtung noch weiter zu verbessern und zu optimieren.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Martina Geberzahn lobte die Brandschützer. Auch Gemeindebrandmeister Frank Linneweber und Vize-Kreisbrandmeister Hartmut Schierenstedt bestätigten in ihren Grußworten, dass die Stollhammer Einsatzkräfte zusammen mit den Nachbarwehren und den anderen Hilfsorganisationen das beste aus der Situation am Pflegeheim gemacht hätten.

Glücklich ist die Stollhammer Wehr über die lang ersehnten modernen Rettungsgeräte, die sie seit Anfang 2019 nutzen kann. Damit sind die Einsatzkräfte auch wieder sehr gut für die Rettung von Menschen aus Unfallautos ausgerüstet.

Insgesamt leisteten die 25 Mitglieder der Einsatzabteilung, zu der auch drei Frauen gehören, etwas 3500 Dienststunden. Die fielen nicht nur bei Einsätzen an. Die Kameraden haben auch zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen besucht. Gefordert waren sie zudem bei Veranstaltungen im Dorf. So richtete die Feuerwehr zwei Blutspende-Termine sowie das Maibaumsetzen mit anschließendem Tanz in den Mai aus. Sie unterstützte den Turnverein und den Kindergarten bei deren Laternenumzügen, sorgte für Sicherheit bei der Götzwanderung und sperrte Straßen für die Landesmeisterschaften im Straßenboßeln ab. Auch das Bewässern des staubigen Reitplatzes vor einem großen Turnier des Reitervereins übernahmen die Kameraden.

Dominik Wieting wurde bei der Versammlung für seine Leistungen vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann befördert.