Ich muss es einfach Ihnen berichten, da ich ihn schon total verloren glaubte:
Den Eisenbahner von altem Schrot und Korn.
Zur Sache: Am Freitag nach Xavier wollten meine Frau und ich nach Weimar reisen, um dort mein Geburtstagsgeschenk, den Besuch beim thüringischen Eisenbahnmuseum, einzulösen.
Nach ausgiebigem Studium von Hafas, der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn AG, mussten wir zu dem Schluss kommen, dass gegen 13:35 Uhr eine Fahrmöglichkeit bestehen würde. (...) Frohen Mutes gegen 12 Uhr auf zum Bahnhof; von der Südseite betretend fielen uns schon die Schlangen (...).
Wir betraten den Tunnel und staunten nicht schlecht, als auf den Zugzielanzeigern auf den Bahnsteigen überall auf Schienenersatzverkehr verwiesen wurde.
Wir gingen zum entsprechenden Wartepunkt am ZOB. Siehe da, dort warteten zwei Mitarbeiter, nein nicht von der DB AG (von denen war niemand außerhalb der Schalter zu sehen), sondern der Nord-West-Bahn.
Ein äußerst gelassener, eigentlich gut gelaunter, älterer Mitarbeiter stand vielen Reisenden, soweit es in seiner Macht und Informationsmöglichkeiten lag, Rede und Antwort, ob/wie es weitergehen könnte.
(...)Er sei alter Eisenbahner (also noch ein eingefleischter Bundesbahner) und seit fast 50 Jahren ein solcher. Nun bei der Nord-West-Bahn tätig, startete er an diesem Morgen seinen Dienst um kurz vor 5 Uhr. Da aber sein eigentlicher Dienst als Kontrolleur zwischen Oldenburg und Osnabrück wegen der Zugausfälle nicht stattfinden konnte, hatte er sich als „Notfallhelfer“ beim Schienenersatzverkehr eingeteilt.
Durch seine große Ruhe und beruhigend wirkende Kompetenz erreichte er bei den gestrandeten Reisenden Vertrauen. (...)
Nachdem wir ihm eine Weile zugesehen hatten, gaben wir unsere Reiseabsichten auf und fuhren zurück nach Haus.
Ich möchte mich ausgesprochen positiv über die städtischen „Baumpfleger“ der Stadt Oldenburg äußern. Während des großen Sturms hatten wir in der Blücherstraße wirklich große Bedenken, dass eine ca. 15 Meter hohe Eiche auf unser Haus stürzt.
Die Pflasterung bzw. die Bordsteine wurden hochgedrückt und der Baum drohte auf unser Haus zu stürzen. Am Tage des Sturmes kam es vermutlich aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens zu keiner Rückmeldung durch die Stadt Oldenburg.
Am Folgetag jedoch erschien frühzeitig zunächst ein Trupp, der jedoch ein Fachgutachten über den Baum favorisierte. Kurze Zeit später kamen dann die „Baumpfleger“ der Stadt Oldenburg und stellten sofortigen Handlungsbedarf fest.
Die Art und Weise des Umgangs mit dem betroffenen Bürger (uns) und auch die Informationen über das weiter Geschehen waren optimal und vor allem absolut sachgerecht.
Der Verlauf der intensiven Arbeiten seitens der „Baumpfleger“ wurde von allen Nachbarn als äußerst fleißig und verantwortungsbewusst (verkehrsrechtlich pp.) empfunden.
Bei einem wirklich kurzem „Kaffeegespräch“ wurden die Probleme der Baumpflege in der Stadt Oldenburg verdeutlicht. Saubere Arbeit und guter Umgang mit den „Kunden“!
