Wardenburg - Die Stelle, auf der das abgebrannte „Liebesmobil“ stand, ist zwar noch unbesetzt. Doch der Alltag ist dennoch am kleinen Privatweg unweit der A 29 eingekehrt, wo Prostituierte ihrer Arbeit in Wohnmobilen nachgehen. Angst vor einer weiteren Brandstiftung habe sie jedenfalls nicht, äußerte eine junge Prostituierte nun gegenüber der NWZ. Alles liefe weiter, wie gehabt.
Ein Rückblick: In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober war ein „Liebesmobil“ in Flammen aufgegangen. Das Feuer war einem Lkw-Fahrer gegen 2 Uhr aufgefallen. Er hatte die Feuerwehr verständigt. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Schnell war danach klar, dass es sich bei dem Unglück um eine „vorsätzliche Inbrandsetzung“ handelte (die NWZ berichtete).
Die in den „Liebesmobilen“ arbeitenden Frauen hatten kurz danach erklärt, dass von einem Streit zwischen den Prostituierten keine Rede sein könne. Auch Zuhälter seien dort angeblich nicht geschäftlich eingebunden. Einen „Boss“ habe demnach keine der jungen Frauen.
Die Frauen gaben sich so kurz nach dem Brand sehr gelassen, da sie nach eigenen Angaben nach Schichtende mit den Wohnmobilen den Privatweg verlassen.
Bis heute gibt es keinerlei Hinweise auf den Täter oder die Täterin und die Hintergründe für die Brandstiftung. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte die Polizeisprecherin Meike Meisterling am Donnerstagnachmittag auf Nachfrage. Die Ermittler seien noch immer intensiv an der Aufklärung dran.
Auch die jungen Frauen in den Wohnmobilen halten sich in puncto Details zum Brand weiter bedeckt und gehen ihren Alltagsgeschäften nach.
Erstmals war im Jahr 2007 ein „Liebesmobil“ abgebrannt. Die Ursache für das Unglück war eine defekte Gasflasche. Im Jahr 2010 waren gleich zwei Bordelle auf Rädern an dem Privatweg angezündet worden. Damals fand die Polizei ebenfalls heraus, dass das Feuer gelegt wurde.
