• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Tausende Radarfallen gegen Raser: Blitz-Marathon startet

20.04.2016

Die Polizei macht an diesem Donnerstag mit dem vierten Blitzmarathon wieder verschärft Jagd auf Raser. In 10 der 16 Bundesländer sind von 6.00 Uhr an Tausende Beamte im Einsatz, um an zahlreichen Kontrollpunkten Geschwindigkeiten zu messen.

Wer hat den Blitz-Marathon erfunden?

Die Idee entstand in Nordrhein-Westfalen, als dort 2010 die Zahl der Verkehrstoten stieg. Im Jahr 2012 veranstaltete die Polizei daher das erste Mal einen Blitz-Marathon, in diesem Jahr findet die Aktion in NRW zum neunten Mal statt. Im Oktober 2013 gab es den ersten bundesweiten Blitz-Marathon. International beteiligen sich in diesem Jahr mehr als 20 europäische Staaten.

Wann wird geblitzt?

Anders als vor einem Jahr dauert die Aktion diesmal keine 24 Stunden, sondern ist laut Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf die Zeit von 6.00 und 22.00 Uhr begrenzt. In dieser Phase sind die Messungen einer Studie der RWTH Aachen zufolge am wirksamsten.

Wie viele Raser wurden in den vergangenen Jahren erwischt?

2015 ertappte die Polizei beim Blitz-Marathon bundesweit 91 000 Temposünder, 2014 waren es rund 93 000. Damit waren im vergangenen Jahr knapp drei Prozent der kontrollierten 3,2 Millionen Fahrzeuge zu schnell. Weil 2016 mehrere Bundesländer nicht teilnehmen, werden die Zahlen diesmal wohl niedriger sein.

Wieso sind einige Bundesländer ausgestiegen?

In Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland wird in diesem Jahr nicht im großen Stil geblitzt. In Niedersachsen wird der Besuch von US-Präsident Barack Obama am kommenden Sonntag als Grund angegeben. Zudem steht Innenminister Boris Pistorius (SPD) den verstärkten Geschwindigkeitskontrollen der Polizei grundsätzlich skeptisch gegenüber. In Rheinland-Pfalz wurde die Blitzaktion im Vergleich mit anderen Themen wie der Terrorgefahr als weniger wichtig eingestuft. Auch die Gewerkschaft der Polizei NRW hält die Einschränkung der personalintensiven Aktion für richtig. Im Saarland wird die Absage mit einer Verdi-Demonstration mit 3000 Teilnehmern am Donnerstag begründet.

Was spricht für den Blitz-Marathon?

"Jeder dritte Verkehrstote ist ein Opfer von überhöhter Geschwindigkeit", sagt ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Er verweist auf erste Erfolge: 2011 verzeichnete das Land NRW noch 235 Verkehrstote durch überhöhte Geschwindigkeit, 2015 waren es nur noch 159. Laut einer Studie der EU-Kommission ist im Jahr 2015 die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union allerdings seit 14 Jahren erstmals wieder gestiegen.

Wie ergeht es eigentlich den Polizeibeamten vor Ort?

"Ich persönlich führe gerne Geschwindigkeitskontrollen durch und halte das auch für notwendig", sagt Henry Haack, der zusammen mit seiner Kollegin Ann-Kathrin Richter gerade ein Buch über den Polizeialltag veröffentlicht hat. Wenn ein Vater vor der Schule des eigenen Kindes aber 60 statt den erlaubten 30 Kilometern pro Stunde auf dem Tacho habe, fehlten ihm schlicht die Worte, sagt er.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.