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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Tödliche Dosis: Prozess gegen Geldauflage eingestellt

25.01.2017

Lehrte Das Amtsgericht Lehrte hat gegen Geldauflagen ein Verfahren gegen vier Mediziner eingestellt, die ein Medikament für einen schwerkranken Mann zu hoch dosiert hatten. Statt einmal wöchentlich wurde dem 79-Jährigen ein Rheuma- und Tumormedikament einmal täglich verordnet – der Senior starb drei Wochen später an akuter Herzrhythmusstörung.

Die Mediziner müssen nun zwischen 2000 und 6000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Das ist weniger als die Staatsanwaltschaft Hildesheim ursprünglich beantragt hatte. Die Anklage hatte gegen die vier Ärzte Strafbefehle mit Geldstrafen zwischen 9000 und 13 500 Euro verhängt. Weil die Mediziner diese Strafen nicht zahlen wollten, kam es am Dienstag zu dem Hauptverfahren im Gericht.

Einer 36-jährigen Stationsärztin im Klinikum Lehrte wurde vorgeworfen, auf dem Entlassungsschein das Medikament Methotrexat zu hoch dosiert zu haben. Methotrexat wird bei Rheuma und Tumorerkrankungen eingesetzt. Ein Oberarzt zeichnete den Schein gegen, er war deshalb ebenfalls verantwortlich.

Danach wurde der schwer kranke Patient Ende Oktober 2013 von der Klinik Lehrte ins Klinikum Wahrendorff verlegt. In dem psychiatrischen Krankenhaus fiel der Verordnungs-Fehler weder dem Oberarzt noch der aufnehmenden Ärztin auf. Auch sie standen deshalb vor Gericht.

Richter Robert Glaß sagte, jeder der vier Ärzte habe Verantwortung zu tragen. Positiv sei aber, dass beide Kliniken ihr System zur Medikamentenverordnung überarbeitet hätten, um eine Wiederholung eines solchen Falles zu vermeiden.

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