TORSHOLT - „Praat stahn för Gott un sien Gemaak, dat is us Wark und hillig Saak" – und wie viel Verlass auf die Feuerwehr Torsholt seit Gründung 1908 ist, machte Dieter Renken deutlich. Zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Torsholt begrüßte Ortsbrandmeister Andreas Hiltermann im Gasthof Dierks etwa 200 Gäste, darunter Abordnungen von Feuerwehren, Ehrengäste, Vertreter örtlicher Vereine und Dorfbewohner.
Beim offiziellen Festakt ließ Ehrenortsbrandmeister Renken die Zeit ab Gründung der Einheit 1908 als „Eimerwehr" noch einmal lebendig werden. Vom Brand des Heuerhauses der Familie Claus am 1. Februar 1931 gibt es noch einen Zeitzeugen: Erich Renken, heute 90 Jahre, hat als 13-Jähriger diesen Brand mit erlebt. Wichtigstes Hilfsmittel war zu jener Zeit die Handdruckspritze, die 1943 durch eine mit einem Benzinmotor angetriebene Tragkraftspritze ersetzt wurde. „De Handdruckspritz hett veele Johre bi de Möhln stahn, weer all längst vergäten un in Holunderbüsche inwussen". Alterskameraden hätten sie in vielen freiwilligen Arbeitsstunden „to een wonderboren Juwel“ hergerichtet.
Die Feuerwehrfrauen und -männer würden einen unschätzbaren und unverzichtbaren Dienst leisten, denn „was haben wir Menschen Höheres als unser Leben. Wir brauchen Ihre Bereitschaft, sich dorthin zu begeben, wo andere weglaufen" lobte Jochen Finke, stellvertretender Landrat, das Engagement der Torsholter Einheit, die sich durch Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein auszeichne.
Die Glückwünsche der Stadt Westerstede überbrachte Jochen Niemann, stellvertretender Bürgermeister. Freiwillige Feuerwehren seien die mit Abstand ältesten Bürgerinitiativen, gegründet, als es das Wort noch nicht gab. „Solch freiwilliger Einsatz kann nicht verordnet werden, er entsteht aus ganz persönlicher Motivation und unsere Gesellschaft lebt davon". Zu den weiteren Gratulanten gehörten Kreisbrandmeister Johann Westendorf: („Ihr seid ein ganz starkes Team"), Stadtbrandmeister Volker Neemann („Alle Kameraden stehen Tag und Nacht für den Nächsten bereit") und Thomas Hiltrop von der Landesbrandkasse Oldenburg sowie Ortsbürgervereinsvorsitzender Günter Hobbiejanßen für die örtlichen Vereine.
Zum Jubiläum waren auch Abordnungen aus Hüll, Oberfranken, und Nierstein, Hessen gekommen. Musikalisch unterhielt der Kreisfeuerwehrmusikzug Ammerland, kurz „Hydrantenkapelle“ die Gäste
