Tweelbäke - Strömungsretter aus drei DLRG-Ortsgruppen im Bezirk Oldenburger-Land/Diepholz trafen sich jetzt zu einer gemeinsamen Übung in der Gemeinde Hude. Als Übungskulisse diente den sechs ausgebildeten Strömungsrettern sowie den zwei Anwärtern aus den Ortsgruppen Wildeshausen, Delmenhorst und Dinklage die Kies- und Sandgrube der Firma „Günter Papenburg“ am Barkemeyersweg in Tweelbäke. Geplant hatte die Übung die Ortsgruppe Delmenhorst.
Geübt wurde der Aufbau einer Abseilstelle und das anschließende Abseilen aus einer Höhe von etwa 15 Metern. Ideal für diese „Trockenübung“ ohne Wasserkontakt war der Förderturm der Kiesgrube. Hier begaben sich die Strömungsretter über das Geländer und seilten sich – bis auf die, die es bisher noch nie gemacht hatten – mit Klettergeschirr, Helm und Handschuhen doppelt gesichert nach unten ab.
„Im Einsatzfall muss sich ein Strömungsretter beispielsweise von einer Brücke abseilen können, um an Verletzte zu kommen“, erklärt Andreas Grüter von der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen, der mit den Geschwistern Susanne (Strömungsretter Stufe 2) und Tobias Schneider (Strömungsretter Stufe 1) an der Übung teilnahm.
In einer zweiten Übung wurde eine Art Seilbahn aufgebaut, mit deren Hilfe die Wasserretter vom Turm aus rund zwölf Metern Höhe runter auf den Erdboden „segelten“. „Bei Personenrettungen kommt eine solche Konstruktion zum Einsatz, um Hindernisse, wie schwer durchquerbare Flüsse oder unpassierbares Gelände, zu überwinden oder um bei Hochwasser von Haus zu Haus zu gelangen“, beschreibt Andreas Grüter den Sinn dieser Übung.
Nach Möglichkeit findet einmal im Quartal ein gemeinsames Training der Strömungsretter im DLRG-Bezirk statt. „Das gemeinsame Üben schult nicht nur die einzelnen Fertigkeiten. Darüber hinaus verhelfen verschiedene Denkweisen und Ideen dazu, mögliche Rettungseinsätze noch effektiver über die Bühne zu bringen“, so Grüter.
