Lastrup - Die Explosion in einer Wurstfabrik-Räucherkammer hat am Freitagnachmittag in Lastrup das Szenario für eine Feuerwehr-Großübung gebildet. Deshalb heulten um 16 Uhr die Sirenen im Ort.

Es wurden zehn Personen im Gebäudekomplex vermisst. Für den Einsatzleiter, Gemeindebrandmeister Walter Schumacher, war klar, dass die eigenen Kräfte nicht ausreichen würden. So wurden von der Großleitstelle Oldenburg die Kollegen aus Löningen, Lindern und Molbergen nachalarmiert. Alarm gab es auch für das Großtanklöschfahrzeug der Cloppenburger Feuerwehr. Wegen der großen Zahl an Verletzten kamen die schnellen Einsatzgruppen zwei und drei des Deutschen Roten Kreuzes zum Einsatz.

Schnell war die Lastruper Feuerwehr an der Ruhrbachstraße eingetroffen. Im Vordergrund stand die Menschenrettung. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz drangen die ersten Trupps in das Gebäude vor. Schnell trafen auch die weiteren Feuerwehren ein.

Ein weiteres Übungsziel war die Herstellung der Wasserversorgung. Aus Hydranten vor Ort und vom Großtanklöschfahrtzeug wurden Leitungen verlegt. Der ABC-Zug des Landkreises untersuchte das Gelände nach Schadstoffen.

Ein weiteres Übungsobjekt war ein Verkehrsunfall, der sich in der Nähe der Fabrik ereignete hatte. Hier waren zwei Personen eingeklemmt. Die Feuerwehr aus Lindern übernahm diese Aufgabe.

Auf dem Dach des Betriebsgebäude wurden zwei verletzte Personen entdeckt. Mit Hilfe der Drehleiter aus Löningen wurden die Verletzten geborgen und dem DRK übergeben. Schnell wurden im Übungsverlauf weitere verletzte Personen gefunden und geborgen.

Das DRK an der Einsatzstelle nahm die Erstversorgung der verletzten Personen vor und sorgte für die Einlieferung in die Krankenhäuser.

Einsatzleiter Schumacher war mit dem Übungsverlauf zufrieden. Auch Bürgermeister Michael Kramer und der stellvertretende Kreisbrandmeister Berthold Bäker verfolgten die Übung vor Ort. Eingeladen waren auch die Nachbarn sowie Vertreter der Polizei Löningen. Alle zeigten sich beeindruckt von der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren und des DRK.