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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Übung mit schwierigen Szenarien

23.05.2011

WILHELMSHAVEN Die ersten Verletzten treffen um 14.45 Uhr an den Zelten der mobilen Rettungsstation des Fachsanitätszentrums der Marine ein. Blut- und Brandwunden sind zu versorgen. Fünf Zelte stehen dafür bereit. Ein Rettungswagen nach dem anderen hält vor dem Sichtungszelt. Dort werden die Verletzten je nach Schwere der Verwundung auf die Stationen verteilt. Alles soll so realistisch wie möglich wirken, daher auch die geschminkten Wunden.

Die Rettungsstation ist Teil der Großübung „Mai Power 2011“. Rund 250 militärische und zivile Rettungskräfte sowie rund 50 Verletztendarsteller sind beteiligt. Trainiert werden soll die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen.

Bereits am Vormittag wurden die Rettungskräfte vor anspruchsvolle Szenarien gestellt. Die Übung begann um 8.30 Uhr mit einem schweren Verkehrsunfall vor der Hauptwache zum Materialdepot. Anschließend wurden die Einsatzkräfte zu zwei Tankbränden auf dem Gelände der Nord-West-Oelleitung GmbH gerufen. Die Werkfeuerwehr des Unternehmens wurde dabei von Brandbekämpfern aus Bremen und Wilhelmshaven unterstützt.

Eine besondere Situation erwartete Feuerwehr und Rettungskräfte an der Seeschleuse am Heppenser Groden. Im Düker, rund 20 Meter unter der Erde, wurde das Platzen einer Abwasserleitung simuliert. Auch hier galt es, Verletzte zu bergen.

Am Nachmittag ging es auf dem Marinestützpunkt weiter. „Wir haben das Unglück der ‚Lisco Gloria‘ zum Anlass für die Übung im Hafen genommen, etwas Vergleichbares bei uns zu trainieren“, erklärt Erich Zoellner, Leiter der Stützpunktfeuerwehr. Im Oktober 2010 war die Fähre vor Fehmarn in Brand geraten. 28 Personen wurden damals verletzt.

Beim Einlaufen in den Stützpunkthafen kollidiert der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ mit der auslaufenden Fregatte „Brandenburg“. Auf der „Berlin“ bricht Feuer aus. Während der Brand an Bord gelöscht wird, sichert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger den Versorger seeseitig ab. Die „Brandenburg“ dagegen ist leckgeschlagen, Wasser bricht ein. Da die Fregatte zu einem Ausflug mit Familienangehörigen unterwegs war, befinden sich zudem viele Kinder an Bord.

Die Suche nach Verletzten in den engen Gängen des Schiffes beginnt. Die Retter müssen auf unbekanntem Terrain agieren. Die Kinder dagegen haben sichtlich Spaß an ihren „Wunden“ und mimen die schweren Verletzungen überzeugend.

Zudem konfrontieren sie die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz, von den Johannitern und dem Arbeitersamariterbund sowie der Feuerwehren mit überraschenden Situationen. Ein Mädchen, das bereits aus dem Gefahrenbereich gebracht wurde, springt plötzlich auf. Offensichtlich unter Schock versucht sie, wieder auf das Schiff zu gelangen. Es dauert einige Zeit, bis sie wieder in sicheres Gelände gebracht ist.

Übungen dieser Größenordnung können nur selten geprobt werden. Umso zufriedener zeigte sich Erich Zoellner mit der Leistung der Teilnehmer: „Obwohl die Rettungskräfte der verschiedenen Organisationen noch nie zuvor zusammengearbeitet haben, hat die Koordination super geklappt. Ich sehe uns im Ernstfall gut aufgestellt.“

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