Nach Angaben des Polizeikommissariats Wildeshausen hatte sich der Unfall gegen 7.45 Uhr ereignet. Der schwer verletzte Fahrer wurde durch Rettungskräfte aus dem total beschädigten Wagen befreit und anschließend in die Städtischen Kliniken nach Delmenhorst gebracht. Ein Rettungshubschrauber, der zwischenzeitlich nahe der Unfallstelle gelandet war, wurde nicht mehr für den Transport in Anspruch genommen.
14 Mitglieder der Ortsfeuerwehr Ganderkesee übernahmen den Brandschutz am Unfallort. Anschließend richteten sie den Wagen wieder auf und sorgten dafür, dass kein Öl auslief.
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LUTHERSTIFT
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NWZ/LANDKREIS/GANDERKESEE 2
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Bürgermeister klopft
auch bei Bischöfin an
Lutherstift
Gemeinde schaltet sich ein – Betroffene rätselnüber die Gründe für möglichen Rückzug aus Falkenburg
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Bürgermeister Sprung will sich in Hannover für den Erhalt des Lutherstiftes einsetzen. Rätselraten herrscht hinsichtlich der Gründe für die Schließungsabsicht.
Von Karsten Kolloge
FALKENBURG - Im Ringen um den Erhalt der Bildungsstätte Lutherstift mischt jetzt auch die Gemeinde Ganderkesee mit. Er wolle sowohl dem Präsidenten des Landeskirchenamtes in Hannover, Dr. Eckhart von Vietinghoff, als auch Landesbischöfin Margot Käßmann einen Besuch abstatten, kündigte Bürgermeister Gerold Sprung gestern an. „Ich will da hin.“ Sprung möchte die Bedeutung der Bildungsstätte klar machen und nach den Gründen für die Schließungsabsichten fragen, „um auch argumentieren zu können.“Über die Gründe, warum das Lutherstift auf der Rotstift-Liste steht, wird auch in der Einrichtung selbst gerätselt. Darauf verwies jetzt auch der Diakonie-Konvent (er ist ideeller Träger des Lutherstiftes) in einem Brief an die Synodalen der Landeskirche. Der Hintergrund: Im Bericht des Perspektivausschusses der Landeskirche, der die „möglichst umgehende“ Aufgabe der Bildungsstätte empfiehlt, wird lediglich auf „Untersuchungen des Ausschusses für Schwerpunkte und Planung kirchlicher Arbeit aus dem letzten Jahr“ verwiesen. Doch solche Untersuchungen sind im Lutherstift nicht bekannt.
Für denkbar hält Lutherstift-Vorsteherin Jutta Wendland-Park, dass die „etwas exzentrische Lage“ der Einrichtung (außerhalb des Bereiches der ev.-luth. Landeskirche Hannover) eine Rolle spielt. Aber diese Lage, so Sprung, könne ja gerade als Vorteil gesehen werden.
Sprung, der „sehr enttäuscht“ von der Entwicklung ist, will zum einen für den Erhalt der 32 Arbeitsplätze des Lutherstiftes kämpfen. Daneben gehe es um die teils denkmalgeschützten Häuser und den Park sowie um den Erhalt der vielfältigen Beziehungen zwischen Lutherstift und Gemeinde. Beispielhaft nannte er die Zusammenarbeit mit der Habbrügger Schule, mit der Freiwilligen Feuerwehr, mit dem Ortsverein – und das gemeinsame Diskussionsforum Radius.
Sprung kündigte an, dass der Ganderkeseer Sozialausschuss die Falkenburger Bildungsstätte nach den Ferien besuchen werde.
