Nadorst - Der Verkehrsunfall von der Nordtangente ist aufgeklärt. Ein 34-Jähriger gab zu, am Dienstagmittag am Steuer des Unfallwagens gesessen zu haben. Der Mann, der keinen Führerschein besitzt und dessen Auto nicht zugelassen war, komme noch für eine Reihe weiterer Straftaten in Frage, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter Haftbefehl gegen den wohnungslosen Drogenabhängigen.
Wie berichtet, war am Dienstagmittag ein 3er BMW (Baujahr 1998) auf der Zufahrt von der Nordtangente zur A 293 (Richtung Nord-Kreuz) verunglückt. Das Auto überfuhr eine große Hinweistafel und landete in einem Gebüsch. Zeugen beobachteten, wie die drei Insassen aus dem demolierten BMW kletterten und zu Fuß flüchteten. Aufgrund der Zeugenhinweise machte die Polizei die drei Männer kurze Zeit später in einem Verbrauchermarkt am Scheideweg ausfindig.
In der Vernehmung gestand der polizeibekannte 34-Jährige, den BMW gefahren zu seien. Zu diesem Zeitpunkt stand er unter Drogeneinfluss.
Nach Angaben der Ermittler soll der in Osnabrück geborene Mann in der Zeit zwischen April und August 2014 mindestens zwölf Straftaten (Einbrüche und Diebstähle) in Osnabrück und Oldenburg begangen haben. Dabei habe er einen Gesamtschaden von etwa 50 000 Euro angerichtet.
Im April sei der Beschuldigte in ein Osnabrücker Firmengebäude eingestiegen. Für den Abtransport seiner Beute stahl er vor Ort einen Kleintransporter. Mit dem gestohlenen Fahrzeug habe er zwei Unfälle verursacht. Um die Schäden habe er sich nicht gekümmert.
Auf das Konto des 34-Jährigen gehen nach Erkenntnissen der Polizei sieben Wohnungseinbrüche im Oldenburger Stadtgebiet. Dabei stahl er Geld und Schmuck.
