Brüning - „Da haben die echt geschuftet“, sagt Hans-Joachim Nawrot über die Täter, die unter der Autobahnbrücke Brüning-Neumühlen zwei Staudämme errichteten. Ein Weidetor, zwei Verkehrsschilder, eine beleuchtete Sicherheitsbake, einen Einfangkorb für Jungbullen sowie Steine aus der Uferbefestigung schmissen die Täter in die Welse. Außerdem verbogen sie vier Verkehrsschilder, die am landwirtschaftlichen Weg, der unter der Brücke entlangführt, standen.
Nawrot ist sich sicher, die Täter auf frischer Tat ertappt zu haben – als ihm das allerdings klar wurde, war es zu spät. Am Freitagvormittag zwischen 10 und 11 Uhr kam der Bezirksvorsteher an der Brücke vorbei und beobachtete zwei Jugendliche, die aus Steinen einen Damm bauten. Auf Nachfrage sagten die Jungen, dass sie nur mit den Steinen im Wasser spielen. „Da habe ich mir nichts bei gedacht“, sagt Nawrot. „Wir haben ja früher auch gerne im Wasser gespielt und das Wasser mit Dämmen aufgestaut.“
Als er allerdings am Sonnabendvormittag erneut an der Stelle vorbeikam, erschrak Nawrot. „Da habe ich dann das ganze Chaos gesehen“, berichtet er. Das Gefährlichste an der Tat war laut Nawrot, dass die Täter das Weidetor an einer Bullenwiese abmontiert haben. „Die Tiere hätten jederzeit weglaufen können“, so der Bezirksvorsteher.
„Die Jugendlichen haben wahrscheinlich den Ernst der Lage nicht erkannt“, äußert sich Polizeihauptkommissar Manfred Rautenberg zu dem Vorfall. Alleine schon das Entfernen der Steine von der Uferbefestigung erfüllt laut Rautenberg den Strafbestand der gemeinschädlichen Sachbeschädigung. Eine hohe Strafe werde die Jungs allerdings nicht erwarten.
Die beiden Jugendlichen sind nach Aussage von Nawrot etwa 15 oder 16 Jahre alt und dunkelhaarig. Der eine Täter ist etwa 1,65 Meter groß, der andere misst etwa 1,70 Meter. Beide waren mit Motorrollern unterwegs. Zeugenhinweise nimmt die Polizei Ganderkesee unter
