VAREL/BOCKHORN - VAREL/BOCKHORN - Es seien erhebliche, teils geradezu gefährliche Verstöße festgestellt worden. So resümierte Polizeihauptkommissar Alfred Lampen, Autobahnpolizei-Kommissariat Oldenburg, jetzt die Ergebnisse einer aktuellen Kontroll-Aktion auf der Autobahn A 29 bei Varel.
Die Aktion beim Parkplatz Varel der Richtungsfahrbahn Wilhelmshaven galt ausschließlich Lastwagen und Kleintransportern. Zwischen 8.30 Uhr und 12 Uhr wurden 130 Fahrzeuge kontrolliert.
Insgesamt wurden 48 Verstöße gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen festgestellt; 42 Fahrzeuge mussten beanstandet werden.
Die gefahrenträchtigsten sind eine Verletzung von Vorschriften zur Sicherung von Gefahrgut, ein massiver Verstoß gegen die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten sowie erhebliche Überladung.
Ein Kleintransporter war – so Lampen – mit einer Ladung Phosphorsäure, ein weiterer mit Reinigungsmitteln unterwegs; die Behälter waren in keiner Weise besonders gesichert. Bei einem auch nur geringfügigen Unfall „hätte es gefährlich werden können“.
Im anderen Fall hatte der Fahrer eines 40-Tonnen-Lastwagens insgesamt 19 Stunden hinter dem Steuer verbracht, ohne die vorgeschriebenen Ruhepausen einzuhalten. Er seien zwar Pausen gemacht worden, aber weit entfernt von der vorgeschriebenen Dauer. Dem Fahrer sei eine sofortige 9-stündige Pause auferlegt worden.
Bei der Kontrolle des zulässigen Ladungsgewichts schließlich sei bei einem Kleintransporter eine – erheblich verkehrsgefährdende – 28-prozentige Überladung festgestellt worden.
ln der Kategorie „Lenk- und Ruhezeiten“ seien insgesamt 23 weitere Verstöße festgestellt worden, überraschenderweise überwiegend bei Fahrern von Kleintransportern. Die Verstöße gegen die Ladungssicherung summierten sich auf insgesamt acht.
Fünf Fahrzeuge hätten technische Mängel aufgewiesen, allerdings keine schwerwiegenden.
Zu der Aktion gehörte eine Tempo-Messung; es gilt dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 Kilometer pro Stunde. Es wurden rund 1000 Fahrzeuge erfasst. Zehn Prozent fuhren zu schnell. Zehn Fahrer erwartet ein befristetes Fahrverbot.
Die Aktion belege einmal mehr, dass „Kontrollen ein zwingendes Gebot der Gefahrenabwehr sind“, so Lampen.
