VAREL - Das Feuer im katholischen Kindergarten in Varel ist mit Vorsatz gelegt worden, davon geht die Polizei aus. „Es ist definitiv Brandstiftung. Das steht nach dem derzeitigen Erkenntnisstand fest“, sagt Polizeisprecher Klaus-Rüdiger Harms. Aufgrund der Spurenlage und der Umstände müsse man davon ausgehen.
Die Ermittlungsgruppe mit Polizisten aus Varel und Wilhelmshaven wertet unterdessen die zahlreichen Hinweise aus, die aus der Bevölkerung eingegangen sind. Die Tatortspuren müssen noch ausgewertet werden.
Positive Nachrichten gibt es aber auch: Das Gemeindearchiv, das im Keller des Kindergartens gelagert war, ist weitgehend intakt, berichtete Pfarrer Manfred Janßen. Es wurde am Freitag von einer Spezialfirma geborgen und gesichert. 2013 wird der katholische Kindergarten 40 Jahre alt. Dazu soll eine Chronik erscheinen.
Die Betreuung der Kinder findet derzeit noch im katholischen Pfarrheim statt. Am 1. Februar stehen die Räume der Kreisvolkshochschule im Seilerweg zur Verfügung. Dort kann der Kindergarten drei Gruppenräume einrichten, dazu gibt es eine Küche und ein kleines Büro. Für die Kreisvolkshochschule wiederum hat die Stadt Varel ein Ausweichquartier angeboten. Die Räume können nach Einschätzung der Kindergartenleiterin Gabriele Schmidt frühestens ab 8. Februar genutzt werden. Was im Augenblick fehlt, sind Einrichtungsgegenstände. Während der evangelische Kindergarten Bockhorn Tische und Stühle zur Verfügung stellt, mangelt es an Regalen für Bücher und Spielsachen, an einer Garderobe und an einem Schuhregal sowie an Teppichen. Während es anfangs eine Fülle von spontanen Spielzeugspenden gab, haben Bürger und Geschäftsleute schon einige tausend Euro gespendet. „Ich möchte den Kindergarten wieder aufbauen“, sagte Pfarrer Janßen.
@ Spezial unter
