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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Schwerer Vorwurf gegen Jäger aus Varel

07.07.2018

Varel Ein Ehepaar aus Varel (Landkreis Friesland) hat bei der Polizei Anzeige gegen einen Jäger erstattet. Der Vorwurf: Der Jäger soll ihren Kater, der sich etwa 50 Meter vom Wohnhaus auf einer frisch gemähten Wiese aufgehalten hat, erschossen haben. Die Polizei hat die Waffen des Jägers beschlagnahmt, den Waffenschein eingezogen und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Auch der Landkreis als untere Jagdbehörde wurde eingeschaltet.

„Der Jäger hat Jerry vor unseren Augen erschossen“, berichtet Besitzer Ingo Schmidt. Anschließend habe der Jäger die Katze genommen, ins Gebüsch gelegt, Gehölz darübergelegt und sei zum Auto zurückgegangen, um wegzufahren. Das Ehepaar fuhr mit dem Kater zur Tierärztin, die ihn jedoch nicht mehr retten konnte.

Frieslands Kreisjägermeister Henning Freiherr von Schele ist erschüttert über das, was Ingo Schmidt berichtet. „Der Anstand gebietet es, nicht auf Hauskatzen zu schießen“, sagt er. Nach dem Niedersächsischen Jagdgesetz dürfe ein Jäger zwar auf streunende Hauskatzen schießen, wenn sie mehr als 300 Meter vom letzten bewohnten Haus entfernt angetroffen werden, „aber ein Jäger, der tatsächlich auf Hauskatzen schießt, auch wenn sie diese Grenze überschritten haben, überschreitet waidmännisch-moralische Grenzen“. Und ein Jäger, der eine Katze erschießt, die sich weniger als 300 Meter vom letzten bewohnten Haus aufhält, handele zudem gegen das Niedersächsische Jagdgesetz, so von Schele.

„Die Kreisjägerschaft distanziert sich klar von Jägern, die auf Hauskatzen schießen“, sagt er, „anständige Jäger machen das nicht.“ Jäger, die gegen Gesetz und Moral handeln, würden das Ansehen der Jägerschaft beschmutzen.

Traute Börjes-Meinardus
Varel
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2502

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