Vechta - Tödlicher Bahnunfall in Vechta am Dienstagabend: Am Bahnübergang an der Oldenburger Straße wurde gegen 18.38 Uhr ein 81-jähriger Mann von einer Nordwest-Bahn erfasst worden. Er starb noch vor Ort. Der Zugführer und einige Fahrgäste erlitten nach Angaben der Polizei einen Schock.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Mann aus Vechta mit seinem Rad aus Richtung Innenstadt gekommen. „ Als er sich dem Bahnübergang auf dem Radweg näherte, waren, nach Aussagen von Zeugen, die Halbschranken auf der Oldenburger Straße bereits geschlossen“, heißt es von Seiten der Polizei. Aber: „Der Radweg ist jedoch unbeschrankt.“ Auf dem Radweg, auf der anderen Seite der Bahngleise, wartete demnach bereits eine Radfahrerin. Sie versuchte noch den 81-Jährigen vor dem heranfahrenden Zug zu warnen. „Der Vechtaer fuhr aber unvermittelt auf seinem Fahrrad weiter“, sagt ein Polizeisprecher.
Der 44-jährige Fahrer der Bahn, der laut Polizei noch bremste, aber den Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen konnte, wurde wegen eines Schocks behandelt. In der Nordwestbahn saßen den Angaben zufolge zu dem Zeitpunkt etwa 20 Fahrgäste. Teils seien auch diese wegen Schocks ärztlich betreut und anschließend von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Vechta aus dem Zug begleitet worden..
Es wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet, der die Fahrgäste weiterbeförderte. Im Einsatz, neben Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr, war auch das Kriseninterventionsteam der Malteser, das sich um die Unfallbeteiligten, bzw. um die geschockten Fahrgäste kümmerte. Die Oldenburger Straße musste für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen für rund drei Stunden voll gesperrt werden, eine Umleitung wurde eingerichtet.
