VECHTA - „Ein Tornado zieht eine Schneise vom Brägeler Moor über das Industriegebiet Brägel, bis nach Nordlohne. Er verwüstet Lagerhallen und Gebäude. Ein Heißluftballon und ein Sportflugzeug geraten in eine Luftnotlage ....“: Das ist nur ein Teil der Lage, die die Kreisfeuerwehrbereitschaft Vechta am Sonnabend, 2. Juli, zu bewältigen galt.
Bergen, retten, löschen
Hinzu kommen „Überraschungen“, wie die Bergung einer 80 Kilogramm schweren, „verschütteten“ Puppe aus fünf Metern Tiefe, oder die Rettung eines „verletzten Fallschirmspringers“ - ebenfalls durch eine Puppe simuliert - der sich am Mischturm einer Frischbetonfirma verfangen hat.
130 Einsatzkräfte mit 27 Fahrzeugen, darunter schwerem Gerät, nehmen an der Übung „Brägeler Ring“ teil. Sie sind nach einer Kolonnenfahrt vor Ort eingetroffen. Die Leitung hat der stellvertretende Kreisfeuerwehrbereitschaftsführer Rüdiger Holzenkamp (Langförden). Ausgearbeitet hat das Szenario, ebenso wie die „Extras“, der Führer der Bereitschaft, Manfred Kathmann (Lohne). Eine Beobachtergruppe, darunter Kreisbrandmeister Matthias Trumme (Dinklage), der Erste Kreisrat Herbert Winkel und Vertreter der von Katastrophenschutzorganisationen, verfolgen den Ablauf.
Alle Teilnehmer einbinden
Zu den Zielen der Übung gehört es, so Kathmann, „dass sich möglichst alle Kameraden aktiv ins Geschehen einbringen“. Sie sollen Handgriffe und den Einsatz ihrer Ausrüstung üben, so wie es bei einem echten Alarm notwendig werden kann. Ganz besonders schätzt Kathmann die „Überraschungen“, die blitzschnelle Reaktionen erfordern, denn die kennt vorab nicht einmal der Einsatzleiter.
Nach gut drei Stunden sind die Aufgaben bewältigt. Ausrüstung und Gerät werden verstaut. Die Einsatzkräfte rücken können wieder ab. Die Nacht verbringen sie im Schulzentrum Vechta Süd. Doch zuvor steht eine Manöverkritik auf dem Dienstplan.
