Verden - Wegen der Amokfahrt in das Verdener Rathaus steht ein 48-Jähriger erneut vor der Gericht. Er hatte Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegt. Dieses hatte ihn zu drei Jahren und drei Monaten Haft wegen Brandstiftung und versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion verurteilt.
Der Mann war im April vergangenen Jahres aus Protest gegen eine Baugenehmigung für ein Nachbarhaus mit seinem Auto in das Foyer des Rathauses gefahren und hatte einen Millionenschaden verursacht. Das Landgericht Verden wollte am Mittwoch in dem Berufungsprozess sieben Zeugen und zwei Sachverständige befragen. Am Freitag könnten die Richter ein Urteil verkünden, sagte ein Gerichtssprecher.
Der Angeklagte hatte die Tat vor dem Amtsgericht gestanden. Nach der Fahrt durch die Eingangstür ins Rathaus hatte er seinen Wagen mit Benzin übergossen und angezündet. Darin lag auch eine Propangasflasche, die aber nicht explodierte. Im Rathaus brach ein Feuer aus. Verletzt wurde niemand.
