Essen - Es war Sonnabend, 28. Februar, als gegen 13.30 Uhr auf einem landwirtschaftliche Gehöft in Essen-Herbergen ein Brand ausbrach. Rund 120 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Essen, Bevern, Lastrup, Löningen und Cloppenburg waren vor Ort, um den Brand zu löschen. Während ein Teil der Mannschaft gegen die Flammen vorging, versuchte der andere unter schwerem Atemschutz, möglichst viele Tiere in Sicherheit zu bringen. Der Schaden wurde von der Polizei auf rund eine Million Euro geschätzt.
Da von dem Brand mehrere Stallgebäude mit Mastschweinen, Ferkeln und sogenannten Läuferschweinen betroffen waren, hat die NWZ jetzt einmal nachgefragt, was aus den Schweinen wurde. „Leider mussten abschließend alle Tiere, die den Brand überlebt hatten, aufgrund der erhobenen Befunde notgetötet werden“, teilte Frank Beumker, Sprecher des Landkreises Cloppenburg, mit.
An dem Tag seien mehrere Tierärzte vom Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg und weitere praktizierende Tierärzte im Einsatz gewesen. Beumker: „Die moribunden Tiere zeigten Atemwegsbeschwerden, hatten Fieber, offensichtliche Verletzungen und circa 20 bis 30 Prozent hatten Verbrennungen oder auch Hautveränderungen durch heruntergetropfte Deckenteile.“ Einige Schweine wiesen ein hochgradiges Lungenemphysem auf, zum Teil waren die Lungen kollabiert. Solche Veränderungen der Lunge würden durch Rauchgasexposition und Sauerstoffmangel hervorgerufen und seien nicht behandelbar.
Nach der erfolgten Begutachtung wurden nach und nach die Schweine notgetötet und eingeschläfert, so Kreis-Sprecher Beumker. Insgesamt waren rund 600 Schweine betroffen.
