Sande - „Es ist jede Menge Nachwuchs da – und der bedeutet Sicherheit für die Feuerwehren in Sande“, lobte Bürgermeister Stephan Eiklenborg (parteilos) im Saal des Rathauses. Dort hatten sich am Freitag alle 27 Mitglieder der Jugendfeuerwehren Sande und Gödens mit ihren Betreuern und weiteren Funktionsträgern zur Jahreshauptversammlung getroffen.

Durch den Nachwuchs, der immer wieder in die Reihen der Aktiven aufrücke, sei die kontinuierliche Arbeit in den Wehren gewährleistet. Ein besonderer Dank gebühre auch den Eltern, die ihren Kindern die Mitarbeit in den Jugendwehren ermöglichten.

Ein klares Bekenntnis gab Eiklenborg für den Erhalt der beiden Ortswehren ab. „Ich gehe stark davon aus, dass wir beide brauchen“, sagte er. Keiner denke daran, aus den beiden funktionierenden Einheiten eine Wehr zu machen. Die Gemeinde arbeite jetzt an einen Feuerwehrbedarfsplan, um festzustellen, was die beiden Wehren brauchen.

Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer und Gemeindejugendwart Andreas Berger, der die gemeinsame Hauptversammlung beider Jugendwehren moderierte, hörten das gerne.

„Die Jugendarbeit macht sehr viel Spaß, vor allem dann, wenn man sieht, wie das theoretisch Vermittelte im Praktischen umgesetzt wird“, sagte Jugendwart Sven Behring für Gödens. In seiner Abteilung arbeiten derzeit acht Mädchen und vier Jungen. Vier Jugendliche haben die Wehr auf eigenen Wunsch wieder verlassen und ein Mädchen wechselte zu den Aktiven. „Die freien Stellen konnten neu besetzt werden“, sagte Behring.

Seine Schützlinge absolvierten im vergangenen Jahr 484 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 270 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Fahrten und Lager schlugen mit 860 Stunden zu Buche. Die Jugendwehr sammelte Weihnachtsbäume ein, war beim Osterfeuer und beim Weihnachtsmarkt in Neustadtgödens aktiv, unterstützte die Hydrantenkontrolle und unternahm eine Paddeltour mit Zelten. Für dieses Jahr sind ähnliche Veranstaltungen geplant. „Der Höhepunkt wird unser Zeltlager in den Sommerferien“, sagte Behring.

Drei Mädchen und zwölf Jungen sind Mitglieder der Jugendwehr Sande. „Ein mit viel Arbeit, aber genauso viel Spaß gefülltes Jahr liegt hinter uns“, sagte Jugendwartin Maren Janßen. Wie in Gödens wechselte auch in Sande ein Mitglied in die Reihe der Aktiven.

Die Jugendlichen absolvierten 930 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung, 1086 Stunden allgemeine Jugendarbeit und 1680 Stunden war man auf Fahrten oder in Lagern. Es wurden ausrangierte Tannenbäume eingesammelt, der Nachwuchs war beim Osterfeuer beim Wohn- und Pflegeheim Sanderbusch dabei und startete beim Kreisentscheid der Jugendwehren in Sande.

Ein „absolut erfolgreicher Tag“ sei der 30. Mai gewesen. Drei Mädchen und ein Junge aus Sande bekamen in Wilhelmshaven ihre Leistungsspange. „Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war unser Freundschaftszeltlager mit unseren Wilhelmshavener Kameraden und Kameradinnen“, sagte Janßen.

Eine ganz besonder Aktion sei das Verschenken von Adventstüten gewesen. Jede enthielt ein Teelicht, einen Teebeutel, einige Kekse und eine Geschichte. Letztere sollten die Beschenkten dann bei Tee lesen und so ein wenig adventliche Besinnlichkeit tanken.

Auf Wunsch der Jugendlichen wurden 90 dieser Tüten Helfern in Jever geschenkt, die sich dort um die Aufnahme von Flüchtlingen kümmern. Insgesamt wurden rund 300 Tüten gepackt und verteilt. In diesem Jahr werde es ähnliche Veranstaltungen geben.

„Ein großes Lob und ein riesiges Danke geht an jeden Sander Bürger, der unsere Aktionen unterstützt“, so Janßen. In diesem Jahr bekomme die Sander Feuerwehr ein neues Domizil. „Auch die Jugendwehr zieht in das neue Haus“, sagte Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer.