Sandkrug - Für die Feuerwehr ist die Sache ganz klar: Der beste Standort für das neue Feuerwehrhaus in Sandkrug liegt am Mühlenweg. Ortsbrandmeister Jürgen Dallmann machte am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung der Kameraden klar, dass viele Sachargumente für diesen zentralen Standort im Löschbezirk der Sandkruger sprechen: 81 Prozent der Feuerwehrkameraden wohnen vor der Bahnlinie, also auf der Seite zum Mühlenweg, das sind 56 von 69 Personen,etwas über 60 Prozent der Einsätze sind ebenfalls auf dieser Seite,je nach Einsatzort ist es möglich, den Ortskern zu umfahren,für den Großteil der Kameraden bietet der Mühlenweg eine sichere Anfahrt im Einsatzfall zum Feuerwehrhaus,das bedeutet auch schnellere Ausrückezeiten für die Feuerwehr.
Der Ortsbrandmeister erinnerte an den jüngsten schweren Unfall am 1. Februar dieses Jahres, bei dem in den Morgenstunden ein Schwerverletzter in seinem Wagen am Mühlenweg eingeklemmt war. „Die Bahnschranken waren unten, unsere Kameraden mussten zehn Minuten warten, bevor sie sich ausrüsten konnten. Und das bei einem Unfall, wo jede Sekunde zählt.“
Der große Bereich zwischen der Gemeinde Hatten und der Stadt sei dagegen relativ dünn besiedelt. „Bei einem Brand in der Waldschule, in einem größeren Industriebetrieb oder in der Biogasanlage wäre niemals die Feuerwehr Sandkrug alleine im Einsatz und die Tatsache, dass wir im Einsatzfall auf dem Weg zum Feuerwehrhaus nicht vor den Schranken warten müssen, verschafft uns kürzere Ausrückezeiten durch die die Nachteile der längeren Anfahrt wieder kompensiert werden“, so Dallmann.
Mit der Ratsfraktion „Die Bürgerfrische“, die sich zuletzt in der NWZ für einen Standort im Wirtschaftspark Sandkrug ausgesprochen hatte, hat Ortsbrandmeister Dallmann Gespräche geführt, wie er den Kameraden berichtete. Leider ohne ein Umdenken zu bewirken, wie er bedauerte.
Deutlich erfreulicher war für die Feuerwehrkameraden das Thema Ehrungen und Beförderungen: der ehemalige Gemeindebrandmeister Horst Schwindt erhielt das Ehrenkreuz in Silber vom Landesfeuerwehrverband für seine Verdienste verliehen; ausgezeichnet für außergewöhnliche Treue wurden Enno Nemeyer, Albert Schallenberg, Herbert Wieting und Werner Wieting (alle 60 Jahre in der Feuerwehr), Wilfried Wilder (50 Jahre) und Stephan Behrens (25 Jahre). Verabschiedet in die Altersabteilung wurde Claus Hinrichs.
Eine Beförderung gab es an dem Abend auch noch: Timo Nirwing wurde unter dem Applaus der Kameraden zum Löschmeister ernannt.
