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NWZonline.de Region

Warum war die Dienstwaffe geladen?

24.02.2016

Bremerhaven Es sollte ein spannender Teil für eine Serie über die Polizei in der Bremerhavener Nordsee-Zeitung werden. Für den 44-jährigen Reporter und Familienvater Wolfgang Ehrecke endet der Termin auf der Bremerhavener Polizeiwache mit einer schweren Verletzung. Die neue Polizeipistole, eine Walther P99, wollte sich Ehrecke vorführen lassen. Ein 45-jähriger Schießausbilder der Bremerhavener Polizei demonstriert Ehrecke die Waffe. Doch offenbar nicht nur die. Denn nach NWZ -Recherchen löst sich der Schuss, der Ehrecke schließlich den Oberschenkel durchschlägt, aus der aktuellen Dienstwaffe der Bremerhavener Polizei, einer P6 des Herstellers SIG Sauer.

Viele Fragen ranken sich um den Vorfall, der mittlerweile Medien aus ganz Europa beschäftigt. Die drängendste ist jedoch: Warum hantiert die Polizei vor einem Reporter mit einer Schusswaffe, die mit scharfer Munition geladen ist? Bremerhavens Polizeichef Harry Götze ist ratlos. „Eigentlich darf das nicht passieren“, sagt er. So etwas habe er noch nie zuvor erlebt. Bei der Präsentation von Waffen verstehe es sich von selbst, dass sie ungeladen seien. Die beiden vorgeführten Waffen sind mittlerweile beschlagnahmt und untersucht worden. In keiner habe sich weitere Munition befunden. Warum in der einen Schusswaffe dennoch eine Patrone steckte, werde nun untersucht.

Der 45-jährige Polizist, der den Schuss aus der Unglückswaffe auf den Reporter abgegeben hat, gilt als äußerst sicher im Umgang mit Pistolen. Nach dem Vorfall habe er sich krankgemeldet, sagt Polizei-Chef Götze. Auch ein weiterer Polizist, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und auch an dem Termin mit dem Reporter teilgenommen hat, habe sich krankgemeldet.

Neben den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ließ Götze offen, ob das Vorgehen für den Beamten auch dienstrechtliche Konsequenzen haben werde.

Aus dem Rettungswagen, auf dem Weg ins Krankenhaus, hat Ehrecke die Redaktion per SMS informiert. „Er schrieb, dass er beim Termin angeschossen worden ist“, sagt Christian Klose, Chefredakteur der Nordsee-Zeitung auf Nachfrage der NWZ . Er habe das zuerst für einen Scherz gehalten.

Groll auf die Bremerhavener Polizei hat Klose indes nicht. „Wir hatten keinesfalls den Eindruck, dass die Polizei den Vorfall herunterspielen oder verheimlichen wollte, sondern aus unserer Sicht sehr professionell damit umgegangen ist.“

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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