Hildesheim - Ein Schleuser, der nach eigenem Geständnis Libanesen und Syrer nach Deutschland geholt hat, muss vier Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Hildesheim verurteilte den Mann am Dienstag, nachdem Anklage und Verteidigung sich auf ein Strafmaß von dreieinhalb bis vier Jahren Haft verständigt hatten.

Im Gegenzug hatte der 24-Jährige offengelegt, wie er mit Mittätern Pässe fälschte und Flugtickets für Landsleute und andere Ausländer beschaffte, die dafür der Anklage zufolge bis zu 10 000 Euro zahlten. Die Bande verfügte über Behördenstempel aus Bochum und Düsseldorf, um den manipulierten Papieren einen offiziellen Anstrich zu verleihen.

Die Polizei hatte den aus Angehörigen eines libanesisch-kurdischen Familienclans bestehenden Schleuserring im November gesprengt.