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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Der Fall Gerda Basse: Villa der vermissten Millionärin wird verkauft

23.12.2016

Leer /Emden Ein Immobilienmakler bietet derzeit die Villa Basse in Leer zum Verkauf an – obwohl Eigentümerin Gerda Basse noch nicht offiziell für tot erklärt worden ist. Auch für ihr Café im Stadtteil Bingum wird bereits nach Interessenten gesucht. Die 66-Jährige soll – wie berichtet – einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein. Von ihrer Leiche fehlt aber weiter jede Spur.

Das Amtsgericht in Leer bestätigte, einen Antrag genehmigt zu haben, nach dem sich ein sogenannter Abwesenheitspfleger um die vermögensrechtlichen Angelegenheiten der Vermissten kümmern kann. Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich um ihren Bruder.

Als „repräsentative, denkmalgeschützte Villa“ wird das imposante Gebäude an der Großstraße in Leer neuerdings von einem Immobilienmakler im Internet angepriesen. 699.000 Euro soll das Haus mit sechs Wohneinheiten kosten. Deutlich weniger, 112.000 Euro, werden im Internet für ein Café in Bingum aufgerufen.

Beide Immobilien gehören der vermutlich getöteten Dr. Gerda Basse und sollen jetzt verkauft werden, obwohl die Leiche der Galeristin aus Jemgum (Landkreis Leer) noch nicht gefunden und sie offiziell noch nicht für tot erklärt wurde.

„Das ist uns bekannt. Wir nehmen das zur Kenntnis“, erklärte Helge Ommen, stellvertretender Sprecher der Auricher Staatsanwaltschaft. Diese Information sei seit Mittwoch bekannt. Irritationen habe sie nicht ausgelöst, sagte er auf Nachfrage.

Wer dem Immobilienmakler den Auftrag erteilt hat, die Immobilien zum Verkauf anzubieten, wollte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage nicht mitteilen. Dazu habe ihn sein Kunde nicht autorisiert.

Es soll sich um den Bruder der Vermissten handeln, der auch als Erbe bestimmt sein soll. Auf seinen Antrag hin ist der Mann dem Vernehmen nach vom Amtsgericht in Leer als Abwesenheitspfleger bestellt worden. Das bedeutet, dass er sich jetzt als Familienangehöriger offiziell um die Vermögensangelegenheiten seiner Schwester kümmern darf.

Zu dieser konkreten Information wollte sich Helge Ommen nicht äußern. Er stellte aber fest, dass es grundsätzlich nachvollziehbar sei, Personen zu beauftragen, sich um Eigentum zu kümmern, wenn der Eigentümer nicht auffindbar – oder speziell wie im Fall Basse „mit hoher Wahrscheinlichkeit tot“ sei.

Den Umstand, dass die Häuser bereits zum Verkauf stehen, wollte Ommen nicht bewerten: „Das steht uns nicht zu.“ Der Staatsanwalt kann keine Anhaltspunkte finden, „die unserem Ermittlungsergebnis entgegenstehen“. Das bedeute: Nach wie vor gebe es einen dringenden Tatverdacht gegen einen 55-Jährigen, der Basse getötet haben soll.

Wie berichtet, war der gebürtige Bochumer, der am 6. Oktober als Mieter in eine der Wohnungen der Villa Basse eingezogen war, am 11. November in Leer verhaftet worden. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Er hatte gestanden, die Tote am 26. Oktober in Richtung Hamburg gefahren und nahe der Autobahn 1 abgelegt zu haben.

Dazu, warum er die Leiche versteckt haben will, machte er keinerlei Angaben. Mit der Tötung von Dr. Gerda Basse will der 55-Jährige nichts zu tun haben. Mittlerweile sind von der Polizei zahlreiche Suchmaßnahmen veranlasst worden – auch in Emden und im Rheiderland. Ohne Erfolg.

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