Sage - Die Freiwillige Feuerwehr Sage erhält zum 1. Oktober einen neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister. Eckhard Poppe wurde bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus in geheimer Wahl bestimmt. Er erhielt 26 Stimmen, auf Mitbewerber Timo Neuhaus entfielen 14. Endgültig entscheidet der Großenkneter Gemeinderat über die Personalie, da der stellvertretende Ortsbrandmeister ins Ehrenbeamtenverhältnis aufgenommen wird. Die Zustimmung des Rates zum Votum der Wehr gilt als sicher.

Die Neuwahl war turnusgemäß notwendig geworden, da der jetzige Amtsinhaber Heiko Grotelüschen nach zwei Wahlperioden (jeweils sechs Jahre) sowie einem Jahr kommisssarischer Amtsausübung frühzeitig erklärt hatte, nicht weiter machen zu wollen.

In der harmonischen Versammlung berichtete Ortsbrandmeister Maik Poppe von einem deutlichen Anstieg der Einsatzzahlen in 2016. In 36 Fällen war die Sager Feuerwehr gefragt (im Vorjahr 21). Dabei lag die Zahl der Brandeinsätze (19) erstmals seit fünf Jahren wieder höher als die Zahl der Hilfeleistungen (17). Neunmal waren die Kameraden bei Einsätzen auf der A 29 oder der A 1 gefordert, in acht Fällen bei Verkehrsunfällen. Insgesamt 6787 Stunden wurden geleistet.

„Es gab keine Sache, die wir nicht in den Griff bekommen haben“, zeigte sich Poppe zufrieden. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Stolle und Gemeindebrandmeister Thorsten Schnitger attestierten den Sagern, dass es bei ihnen gut läuft. Wie Poppe betonten sie die gute Zusammenarbeit mit der Großenkneter Gemeindeverwaltung, am Freitag vertreten durch Amtsleiterin Frauke Asche.

Durch vier Austritte ist die Zahl der Aktiven auf 52 gesunken. Neuaufnahmen gab es nämlich nicht. In der Altersabteilung sind weiterhin 19 Mitglieder. Sie war bei der Versammlung ebenfalls gut vertreten.

Bei einem großen Thema der vergangenen Jahre sind die Sager einen wichtigen Schritt weitergekommen. Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) wurde Ende 2016 bestellt, wie Maik Poppe berichtete. Er handelt sich um einen Magirus auf Mercedes-Fahrgestell. Anfang nächsten Jahres soll das rund 350 000 Euro teure Fahrzeug ausgeliefert werden, mit viel Glück schon Ende 2016, wie Frauke Asche erwähnte. Im Laufe von 2018 soll der neue Wagen mit einem Tag der offenen Tür begrüßt werden. Der neue Wagen ist die Ersatzbeschaffung für den Rüstwagen (RW) 1 aus dem Jahr 1981. Es ist das älteste Fahrzeug in der Gemeinde Großenkneten.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement