Oldenburg/Hooksiel - Vor dem Landgericht Oldenburg beginnt am Donnerstag, 21. Januar, der Prozess wegen besonders schwerer Vergewaltigung gegen einen 39-Jährigen aus Hooksiel. Das Landgericht hat 13 Verhandlungstage angesetzt.
Dem Mann wird vorgeworfen, am 10. August 2015 zunächst seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung vergewaltigt zu haben. Laut Landgericht hatte er ihr befohlen, sich hinzuknien und die Hände im Nacken zu verschränken. Dann soll er seiner Frau die Augen verbunden und sie mit Chloroform betäubt haben.
Nur zwei Tage später soll der Mann dann in seinen Geschäftsräumen an der L 810 seiner 30 Jahre alten Angestellten aufgelauert haben. Dabei soll er mit einem Tarnanzug und einem Helm mit schwarzem Visier maskiert gewesen sein.
Auch diese Frau soll er mit Chloroform betäubt und ihre Hände mit Kabelbindern und Handschellen hinter dem Rücken fixiert haben. Dann soll der 39-Jährige sie ebenfalls, und zwar mit Gegenständen, vergewaltigt haben.
Die Angestellte hatte sich, als ihr Peiniger die Geschäftsräume verlassen hatte, von den Fesseln befreien können. Durch ein Fenster im Obergeschoss des Hauses war ihr die Flucht geglückt. Schließlich hatten Passanten die Frau nackt, schwer verletzt und noch teilweise gefesselt an der Hooksieler Landstraße gefunden und die Polizei alarmiert.
Die Polizei war damals mit großem Aufgebot angerückt und hatte den mutmaßlichen Täter festgenommen, als der an den Tatort zurückkehrte. Der 39-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Die 30-jährige Angestellte aus Wilhelmshaven hatte viele Tage lang im Krankenhaus behandelt werden müssen, unter anderem hatte sie sich bei der Flucht durchs Fenster das Fußgelenk gebrochen. Sie ist mittlerweile aus der Region weggezogen. Nach dem Überfall auf sie war ihr die Arbeitsstelle gekündigt worden.
