Oldenburg - Das Dach der Wachstation aufgerissen, das Bootshaus aufgebrochen und das Rettungsboot beschädigt: Noch kann Hartmut Engler (2. Vorsitzender der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft/DLRG, Ortsgruppe Oldenburg) kaum glauben, was sich da in der Nacht zu Freitag am Kleinen Bornhorster Badesee zugetragen haben muss. „Und noch haben wir keine Idee, wie dieser Vandalismusschaden in der gesamten Höhe beglichen werden kann“, sagt er gegenüber der NWZ .

Im Einzelnen: An der Wachstation ist ein Teil der Dachrinne abgerissen, Blitzableiter wurden aus der Verankerung gerissen. Weiterhin ist an einer Seite die Dachhaut aufgerissen und nach oben aufgebogen. Auch die Funkantenne ist beschädigt. „Beim Bootshaus wurden das vordere Vorhängeschloss aufgebrochen und entwendet, die hintere Verriegelung ebenfalls mit einem Bolzenschneider aufgebrochen. Und nicht zuletzt: Das darin untergebrachte Rettungsboot wurde am Freitagmorgen am Badestrand aufgefunden, der Motor war heruntergelassen für den Fahrbetrieb, der Antriebsschaft steckte mit der Schraube im Sand. „Schäden in der Aufhängung des Motors und am Unterwasserteil selber liegen vor“, so Engler, „dieses Rettungsboot ist zurzeit nicht einsatzbereit.“ Gerade in der sprichwörtlich heißen Phase der Badesaison und angesichts des enormen Andrangs ein Unding für die DLRG. „Es ist schade, dass ein Rettungsmittel, das notwendigerweise am Bornhorster See in den Ferien zu sein hat, jetzt nicht mehr für die Aufgaben bereit steht“, sagt Engler. Anzeige wurde erstattet.