Waddewarden - Kontinuität wird bei der Feuerwehr Waddewarden groß geschrieben. Bei den Neuwahlen zum Ortsbrandmeister zeigten die Kameraden Florian Harms bei der Jahreshauptversammlung ihre uneingeschränkte Solidarität und bestätigten ihn einstimmig für weitere sechs Jahre. Da freute sich Vater Reiner Harms, der seit 50 Jahren der Feuerwehr treue Dienste leistet.

Beförderungen und Ehrungen

Beförderungen:Renke Gerdes (Löschmeister), Benjamin Dichtel (Feuerwehrmann), Sebastian Kochale (Feuerwehrmann), Timo König (Oberfeuerwehrmann), Peter Hehenberger (Erster Hauptfeuerwehrmann).

Ehrungen:Romke van der Meer (50 Jahre), Reiner Harms (50 Jahre), Benjamin Hehenberger (25 Jahre aktive Dienstzeit).

Dienstbeteiligung:Sebastian Kochale – 100 Prozent; Jan Drieling (196 Stunden), Dennis Popken (189 Stunden); die durchschnittliche Dienstbeteiligung liegt bei 67 Prozent.

Zahlen auf einen Blick: 32 Kameraden in der Einsatzabteilung, Altersdurchschnitt 37 Jahre Brandeinsätze und Hilfeleistungen: 846 Stunden (Vorjahr 512 Stunden); Lehrgänge zur Aus- und Fortbildung: 584 Stunden; Dienststunden und Einsatzstunden gesamt: 4589 Stunden.

Viele Zahlen und Daten nannte Ortsbrandmeister Harms in seinem Rechenschaftsbericht. So musste die Wehr zu zehn Brandeinsätzen, 23 Hilfeleistungen und zwei Fehlalarmen sowie zu zwei Alarmübungen ausrücken. Als Gefahr sieht Harms die immer häufigeren Unwetter, die zu vielen umgestürzten Bäumen und Überschwemmungen führen werden. Von den 37 Einsätzen 2017 waren zehn dem Beseitigen von umgestürzten Bäumen gewidmet.

In Kombination und Kooperation mit der Wehr Hooksiel sorgt die Waddewarder Wehr für Sicherheit im südöstlichen Wangerland. In diesem Zusammenhang sprach Harms vom „Löschzug Hooksiel/Waddewarden“. Gemeinsame Dienstabende mit den Wehren aus dem Wangerland sorgen für eine übergreifende Ausbildung und Annäherung. „Das ist gelebte Kameradschaft, die sich im Wangerland deutlich entwickelt hat“, stellte er fest.

Besonders stolz zeigte er sich darauf, dass die durchschnittliche Ausrückzeit bei sechs Minuten liegt. Mit 17 Atemschutzgeräteträgern sei die Wehr bestens gerüstet.

Wie intensiv die Fort- und Weiterbildung in Waddewarden forciert wird, belegen die 40 Lehrgänge, die 2017 belegt wurden.

Der Umbau des Dachgeschosses über dem Gerätehaus geht voran und der Förderverein der Feuerwehr Waddewarden konnte viele Wünsche – etwa eine weitere Wärmebildkamera – erfüllen.

Bürgermeister Björn Mühlena versprach, das Feuerwehrgerätehaus in einen guten Zustand zu versetzen, nannte an die 100 000 Euro, die 2018 für die Wehr Waddewarden zur Verfügung gestellt würden und lobte den Förderverein für seinen Einsatz.

Ein Entwässerungskataster sei in Arbeit, um die Entwässerung in einigen Orten wie Hooksiel sicherzustellen.

Für Kreisbrandmeister Gerhard Zunken ist die Zusammenarbeit mit der Hooksieler Wehr eine „super Sache“. Jeder der 32 Kameraden sei im Durchschnitt 143 Stunden im Einsatz gewesen, bezogen auf die Gesamtstundenzahl von 4589 Stunden – und das seien rund 18 Arbeitstage. Dass die 32 Kameraden in Waddewarden „top aufgestellt sind“, betonte auch Gemeindebrandmeister Eike Eilers. Sie seien ein Sicherheitsgarant.

Dies bestätigte auch Holger Ulfers, Vorsitzender des Kreis-Feuerschutzausschusses. „Die Wehren sind wichtiger Teil der wangerländischen Bevölkerung“, meinte er.

Bei weiteren Wahlen wurde Malte Schürmann zum zweiten Gruppenführer gewählt und Dennis Popken zum stellvertretenden zweiten Gruppenführer bestimmt.