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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Fall Lübcke: Spur auf Insel

12.06.2019

Wangerooge /Harlesiel /Kassel Nach dem Polizeieinsatz in Harlesiel und auf Wangerooge am Samstag bestätigen die Staatsanwaltschaft Kassel und das Hessische Landeskriminalamt nun einen Zusammenhang zu den Ermittlungen der Sonderkommission „Liemecke“ im Fall Walter Lübcke. Der Kasseler Regierungspräsident war am 2. Juni durch einen Schuss getötet worden.

Bei dem Einsatz in Harlesiel und auf Wangerooge sei ein Mann in Gewahrsam genommen worden. Er wurde zur Befragung in das Polizeipräsidium Nordhessen nach Kassel gebracht. Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung ergaben sich laut Polizei nicht, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag. Darum sei der festgenommene Mann in den frühen Sonntagmorgenstunden wieder entlassen worden. Aus polizeitaktischen Gründen und zum Schutze der Person will die Polizei keine weiteren Details mitteilen.

Während des Einsatzes am Samstag wurde der Fährverkehr zwischen der Nordseeinsel und dem Festland stundenlang eingestellt. Schon auf der Bundesstraße 210 bei Jever war am Samstagmittag ein Zivilfahrzeug aufgefallen, das mit Blaulicht und hoher Geschwindigkeit unterwegs war. Mehrere Fahrzeuge hätten Schwierigkeiten gehabt auszuweichen, berichteten Zeugen.

Ein Hubschrauber kreiste während des Einsatzes für längere Zeit über der Nordseeinsel. Insgesamt sollen 30 Beamte im Einsatz gewesen sein. Der Fährverkehr zwischen Harlesiel und Wangerooge wurde – offenbar auf behördliche Anordnung – gegen 14.30 Uhr für drei Stunden eingestellt. Demnach mussten Passagiere ein Schiff verlassen, zuvor hätte es Ansagen gegeben, dass sich die Abfahrt „aus betrieblichen Gründen“ verzögern würde. Weitere Informationen durfte das Personal demnach nicht machen. Urlauber beschwerten sich über fehlende Informationen. „Wir vom Personal durften letzten Samstag nichts sagen – und dafür wurden wir von festsitzenden Gästen und Insulanern arg beschimpft. Vielleicht entschuldigt sich man ja jetzt bei uns, aber das glaube ich nicht“, sagte ein Mitarbeiter der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge.

Lübcke war am 2. Juni auf der Terrasse seines Hauses in Istha/Wolfhagen mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Er starb kurze Zeit später. Mittlerweile gehen die Ermittler knapp 200 Hinweisen nach. Ob sich darunter eine heiße Spur befindet, ist bislang unklar. „Wir ermitteln in alle Richtungen, alles andere ist Spekulation“, sagte der Sprecher des hessischen Landeskriminalamtes (LKA), Christoph Schulte, am Dienstag. Die 187 eingegangenen Hinweise würden nun abgearbeitet.

Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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