Wangerooge - Rund 35 Insulaner und Gäste haben sich am Müllaktionstag light auf Wangerooge beteiligt – auf zwei Kilometern Strand haben sie rund 60 Kilogramm Meeresmüll eingesammelt. Der Müll wurde dann am Nachmittag auf der Zedeliusstraße aufgetürmt und sortiert.

Besonders häufig: so genannte Dolly Ropes. Das sind meist blaue oder orangefarbene Kunststofffäden, die Grundschleppnetze vor Abnutzung schützen sollen. Dolly Ropes stellen eine große Gefahr für Seevögel dar: die können sich in den bunten Fäden verstricken und so strangulieren. In der Nordsee ist die Fischerei durch die Dolly Ropes und den Verlust von Netzen neben der Schifffahrt und dem Tourismus eine der größten Quellen für Meeresmüll.

„Die Aktion hat wieder sehr eindringlich gezeigt, wie stark unsere Meere mit Plastikmüll verschmutzt sind“, lautet das Resümee der Organisatoren Nationalpark-Haus Wangerooge, Mellumrat und Gemeinde Wangerooge.

Auch über die Müll-Aktionstage hinaus bietet das Nationalpark-Haus Wangerooge Veranstaltungen rund um das Thema Verschmutzung der Meere an. Jeden Freitag findet ab 14 Uhr die Führung „Müll im Meer“ statt. Es geht um die Auswirkungen von Müll auf Meereslebewesen und die Umwelt.