Wangerooge - Ein Fischkutter ist in der Nacht auf Montag vor Wangerooge gestrandet. Das Schiff aus Harlesiel sei bei auflandigem Wind aus Norden auf eine Sandbank aufgetrieben, sagte Antke Reemts, Pressesprecherin der Seenotretter.

Der Kutter war durch ein Netz im Propeller manöverunfähig geworden und am Strand vor Wangerooge aufgelaufen. Gegen halb zwei Uhr nachts hatte der Kapitän der „Poseidon“ die Seenotretter zu Hilfe gerufen, die das 15 Meter lange Schiff allerdings erst am frühen Morgen bei auflaufendem Wasser wieder freischleppen konnten. Der Kutter wurde durch den kräftigen Nordwind immer weiter auf die Insel getrieben und strandete schließlich am Stand von Wangerooge. Der Seenotkreuzer war sofort nach dem Alarm ausgelaufen, hatte aber keine Chance, den Kutter vor dem auflaufendem Wasser aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Bei ablaufendem Wasser lag der Kutter auf dem Trockenen und dem Kapitän und Decksmann gelang es, den Propeller vom Netz zu befreien. Die Freiwillige Feuerwehr Wangerooge pumpte etwa ein Drittel des Kraftstoffes ab, um ein schnelleres Aufschwimmen bei laufendem Wasser zu ermöglichen. Auch ein Ersatzteil wurde besorgt. Die zwei Männer, die auf dem Fischkutter waren, verletzten sich nicht. Das Schiff wurde am Montagmorgen vom Beiboot des Seenotretterkreuzers freigeschleppt. Der Fischkutter wurde inklusive Besatzung nach Harlesiel gebracht.