WARDENBURG - Im Jahr 1931 steht erstmals ein Mannschaftstransporter zur Verfügung. Ein Jahr später wird ein Automobil mit eingebauter Löschpumpe und Motorspritze angeschafft.

Von Werner Fademrecht

Die eigentliche Freiwillige Feuerwehr Wardenburg wird am 18. Januar 1927 gegründet. Brandmeister ist Gerhard Oeljen, Stellvertreter Bernhard Stöver. Ihr Adjutant ist Herbert Radomski, als Zugführer arbeiten Fritz Wintermann, Karl Janßen und Hermann Barelmann. Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sind Wilhelm Wilksen, Heinrich Schnittger, August Döbken, Heinrich Teebken, Heinrich Niemann, Fritz Eilers, Gerd Sparenberg, Johann Fischbeck, Willy Meyer, Georg Haar, Georg Wachtendorf und Johann Wille.

Noch im selben Jahr wird das ,,Spritzenhaus" an der Friedrichstraße gebaut und am 20. Dezember seiner Bestimmung übergeben. Auch an der Ausrüstung tut sich endlich etwas: die alte Handdruckspritze wird durch eine „automobile Gemeindespritze“ ergänzt, die die Wardenburger Blauröcke aus Oldenburg erhalten. Eine soforte Erprobung des Geräts muss allerdings verschoben werden, weil Frost die Funktionsfähigkeit behindert. Am 21. März 1928 muss sich die Wehr beim ersten Großbrand auf dem Moorgut der Stadt Dortmund bewehren. Das Haus des Verwalters steht hell in Flammen. Der Sachschaden ist groß.

Die Situation verbessert sich weiter, als 1931 die Feuerwehrkameraden einen größeren Personenwagen erstehen. Damit steht den freiwilligen Brandbekämpfern erstmals ein Mannschaftstransportwagen für Einsätze zur Verfügung. 1932 werden ein Automobil mit eingebauter Löschpumpe sowie eine Kleinmotorspritze angeschafft. Modisch scheinen die Feuerwehrleute damals eher für Einsätze in heißen Wüstenregionen gerüstet. Zu ihren khakigelben Uniformen mit blauroten Ärmelabzeichen gehört als Kopfbedeckung ein Lederhelm mit Kamm.

1933 übernehmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland. Die Feuerwehren im ganzen Land werden in Feuerlöschpolizei umbenannt und ihnen hoheitliche Aufgaben übertragen. Die khakigelben Hosen und Jacken weichen blauen Uniformröcken. Während der Dreißiger Jahre wird eine weitere Neuerung eingeführt: in verschiedenen Gemeindeteilen werden Sirenen installiert, die der Alarmierung in Einsatzfällen dienen.