Cloppenburg - Stadtbrandmeister Horst Lade sowie dessen Stellvertreter Ulrich Lade und Dieter Leuschner sind am Sonnabend-Abend bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg im Dorfkrug des Museumsdorfs für jeweils sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt worden. Das Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, neben den Feuerwehrmitgliedern waren unter anderem auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU), Polizeidirektor Günther Schell, das Ehrenmitglied Hans Jürgen Thurau, Kreisbrandmeister Heinrich Oltmanns sowie Abordnungen der Feuerwehrkapelle, des Feuerwehrspielmannszugs, DRK, THW und der Johanniter gekommen.

Der Großbrand in der Cloppenburger Innenstadt am 28. Februar 2014 als die zentrale Bewährungsprobe für die Feuerwehr rückte Stadtbrandmeister Horst Lade in den Mittelpunkt seines Jahresberichts. „Hier hat sich gezeigt, was eine schlagkräftige und gut ausgebildete Feuerwehr ausmacht.“ In diesem Zusammenhang lobte er die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, den benachbarten Feuerwehren und der Kreisfeuerwehr.

Um die Ausrüstung weiter zu verbessern, soll ab dem kommenden Jahr eine neue Drehleiter zum Einsatz kommen. „Neue Fahrzeuge allein löschen jedoch kein Feuer oder helfen in Not geratenen Personen. Hier ist auch immer noch der Mensch gefragt“, betonte Horst Lade.

Im Jahr 2014 – so Schriftführer Heinz Josef Meinders – rückte die Cloppenburger Feuerwehr zu 149 Einsätzen aus. Davon waren 65 technische Hilfeleistungen. 41-mal kehrten die Kräfte tatenlos vom Einsatz zurück, weil hauptsächlich Brandmeldeanlagen Alarm ausgelöst hatten. Hinzu kamen neun Großbrände und 16 Hilfen bei Nachbarfeuerwehren. Einsätze bei Verkehrsunfällen, Personensuchen, Unterstützungen des DRK und festsitzenden Fahrstühlen ergänzten das Spektrum der 86 aktiven Feuerwehrmitglieder. 12 915 Einsatzstunden wurden so zum Wohle und Schutz der Cloppenburger Bevölkerung freiwillig geleistet.

Jugendwart Ansgar Ostendorf-Witte legte zum letzten Mal seinen Jahresbericht vor, da er und dessen Stellvertreter Thorsten Kern nach 17 Jahren aus ihren Ämtern ausscheiden. Die Stadt und die Feuerwehr überreichten als Dank eine Ehrenurkunde sowie einen Gutschein. Zur Jugendfeuerwehr gehören 24 Mitglieder, die bei den 75 Diensten 4250 Stunden aufbrachten.

„Ich habe zwei Einrichtungen, auf die ich mich in der Stadt verlassen kann: die Feuerwehr und den Bauhof“, betonte Bürgermeister Wiese. Die Stadt werde ihre Feuerwehr auch weiterhin gut ausrüsten.