WESTERLOY - Schon am Ortseingang konnte jeder sehen, was für einen Stellenwert die Feuerwehr in Westerloy hat. Das ganze Dorf war von Nachbarn und Anwohnern geschmückt worden, und der Saal im „Westerloyer Hof“ strahlte im Festglanz, als Ortsbrandmeister Gerd Bohlje die zahlreichen Gäste zur Feierstunde begrüßte. Bürgermeister Klaus Groß lobte den Einsatz der Ehrenamtlichen. „Ich hoffe nur, dass sich auch in Zukunft immer genügend Menschen finden, die diese Aufgaben übernehmen.“
In einem humorvollen Rückblick ließ Ehrenkreisbrandmeister Bernhard Henken die vergangenen 75 Jahre noch einmal Revue passieren. Er erinnerte daran, dass sich vieles geändert habe, aber auch schon 1934 für den Feuerwehrmann bestimmte Voraussetzungen galten. Es waren „Disziplin - Pünktlichkeit - Bereitschaft - sowie regelmäßige Beteiligung“, und sind es auch heute noch. Um der Feuerwehr ihren Dank zu zeigen, nahmen neben allen örtlichen Vereinen, auch die Mühlenhofmusikanten mit einem Ständchen sowie die Freundschaftsfeuerwehr aus Hohenwarthe an dieser Feier teil.
Am Sonntag gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten auf dem Sportplatz in Westerloy weiter. Hier wurden unter anderem feuerwehrtechnische Übungen vorgeführt, und die Besucher konnten sehen, wie Feuerwehr und Rettungsdienst bei einem Verkehrsunfall Verletzte befreien.
Außerdem hatte die Bevölkerung Gelegenheit, das schwere Gerät der Feuerwehr einmal selbst in die Hand zu nehmen, um dann feststellen zu müssen, was für einen körperlichen Einsatz der Feuerwehrmann bei einem Unfall leistet. Aber auch die jüngeren Besucher kamen zu ihrem „Einsatz“. Neben Wasserspielen und „Verletztenschminken“ stand noch eine realistische Übung für die Kleinen auf dem Programm. Wie die Profis rollten sie Schläuche aus, kuppelten diese an den Verteiler und gaben das Kommando „Wasser marsch“, bis der Kanister vom Pfahl flog.
Während sich die Besucher mit Kuchen in der Turnhalle stärken konnten, sorgte die „Hydrantenkapelle“ der Feuerwehr unter der Leitung von Maik Schneider für die musikalische Unterhaltung.
