WESTERSTEDE - WESTERSTEDE - Seit 25 Jahren werden Fahrer von Gefahrguttransportern in Deutschland besonders geschult. Anlässlich eines Gefahrgutunfalles in Spanien 1978, bei dem es mehr als 200 Tote gab, wurde die Schulung ins Leben gerufen. Einen Rückblick auf die Entwicklung der Ausbildung gaben Deula-Mitarbeiter bei einer Sitzung des Arbeitskreises Gefahrgut in den Räumen der Deula in Westerstede.

Der Arbeitskreis ist eine Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg und tritt mehrmals im Jahr zusammen. Zum Teilnehmerkreis gehören unterschiedliche Berufsgruppen, die ihre Erkenntnisse austauschen. Vertreter der Polizei geben genauso ihre Erfahrungen weiter wie Industrieunternehmer, Spediteure oder Schulungsveranstalter. „Wir versuchen ein Netzwerk zu bilden“, erklärt Rudi Schotter von der IHK die breite Zusammensetzung des Arbeitskreises. Nicht nur der Austausch steht auf dem Tagungsprogramm, auch Neuerungen werden angesprochen.

Schotter informierte die Teilnehmer über die neue EU-Richtlinie, nach der Berufskraftfahrer im Güterkraftverkehr zusätzlich zu ihrer Fahrerlaubnis an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen müssen.

Praktische Tipps zur Ladungssicherung gab Polizeihauptkommissar Alfred Lampen von der Autobahnpolizei Oldenburg. Er verwies darauf, dass nach wie vor die mangelnde oder fehlende Ladungssicherung eine häufige Ursache für Lkw-Unfälle sei.

Nach dem theoretischen Teil der Tagung gab es auf dem Außengelände der Deula praktische Hinweise und Übungen. Mitarbeiter hatten mehrere Stationen aufgebaut, an denen die Folgen ungesicherter Ladung demonstriert wurden. Es wurde dargestellt, wie eine Ladung richtig zu sichern ist und welche Hilfsmittel benötigt werden. Zudem gab es allgemeine Hinweise über den Umgang mit Feuer und Feuerlöschern.