WESTERSTEDE - Eine Ermittlungsgruppe der Polizei hat eine durchaus erfolgreiche Bilanz unter einen mehrmonatigen Einsatz gegen die lokale und regionale Drogenszene gezogen. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem ein Kilo Marihuana, darüber hinaus Heroin, LSD und Rauschpillen. Außerdem stellten sie neben 2300 Euro Bargeld auch zwei Kilobarren echtes Silber sicher. Wir gehen davon aus, dass auch damit Rauschgiftlieferungen bezahlt wurden, erklärten übereinstimmend der Leiter des Polizeikommissariats Westerstede, Jens Kozik, sowie Oberkommissar Hartmut Dreesmann.
Die polizeilichen Ermittlungen richteten sich in erster Linie gegen einen 39-jährigen Drogendealer aus der Gemeinde Bad Zwischenahn. Obwohl die Polizei unter Einsatz von Sonderkräften die Wohnung des Mannes durchsucht hatte, setzte der seine Geschäfte mit dem An- und Verkauf illegaler Drogen nach kurzer Pause munter fort.
Im Zuge weiterer Ermittlungen gelang es auch, die Lieferanten des Dealers, Tatverdächtige aus den Niederlanden und aus Oldenburg, festzustellen. Gegen sie alle richten sich inzwischen die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Hauptvorwurf: Einfuhr von Drogen in die Bundesrepublik Deutschland in nicht geringer Menge und Weitergabe an etwa 100 Abnehmer-
Unter dieser Kunden waren nach Polizeiangaben auch zehn Jugendliche. Der Drogenverkauf an Jugendliche wird meist mit besonders hohen Strafen geahndet.
Aus dem Verkehr zog die Polizei zahlreiche Schreckschusswaffen, darunter auch ein Gewehr.
