Jade - Brandbekämpfung unter Atemschutz: Die Feuerwehren Jade und Jaderberg haben beim evangelischen Gemeindehaus in Jade den Ernstfall geprobt. Das Gebäude, das in Kürze abgerissen wird, bietet dafür hervorragende Übungsmöglichkeiten.
Tino Oeltjen von der Feuerwehr Jaderberg hatte zu dieser Übung von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Brake den Atemschutz-Gerätewagen geholt, so dass schon während der Übung die Einsatzfahrzeuge mit Atemschutzgeräten, Flaschen und Schläuchen versorgt werden konnten.
Die Atemschutzwarte Klaus Hanke (Jade) und Torsten Tönjes (Jaderberg) hatten die Übung gut vorbereitet. Angenommen wurde ein Feuer im linken Teil des Gemeindehauses. Im rechten, verräucherten Teil befanden sich noch Personen, die gerettet werden müssen. So waren hier nicht nur die Atemschutzgerätträger gefordert, sondern für alle Feuerwehrleute gab es reichlich Arbeit. Die Zusammenarbeit der Feuerwehren bei Einsätzen, die Erkundung der Lage, Besetzen der Einsatzleitung, Menschenrettung und Brandbekämpfung standen hier im Vordergrund.
Unter schwierigen Bedingungen mussten die Atemschutzgerätträger in das alte Gebäude der ehemaligen Volksschule Jade, die zuletzt als Gemeindehaus und „Jaki“ von den Jader Kindern genutzt wurde, vordringen, um nach den „Verletzten“ zu suchen. Gleichzeitig musste mit der Brandbekämpfung unter Atemschutz begonnen werden.
Dazu musste die Löschwasserversorgung von der Jade und von einem Hydranten aus aufgebaut werden. Angenommen wurde, dass das in der Nähe liegende Puttloch kein Wasser führte. Schon kurze Zeit hatten die Atemschutzgerätträger die vier „Verletzten“ (Puppen) gefunden, die dann auf der Trage ins Freie gebracht wurden.
Eingespielt wurde in die Einsatzszene dann auch noch, dass während des Einsatzes im Gebäude sich ein Feuerwehrkamerad verletzt hatte und gerettet werden musste. Auch diese Aufgabe war dann schnell gelöst. Die „Verletzten“ wurden von der First Responder-Gruppe betreut und versorgt.
Während der abschließenden Manöverkritik zeigten sich die Ortsbrandmeister Uwe Harbers (Jade) und Thomas Hülsebusch (Jaderberg) zufrieden und dankten nicht nur den 35 Einsatzkräften sondern auch den Atemschutzwarten Klaus Hanke und Torsten Tönjes für diese lehrreiche Übung, die auch neue Erkenntnisse gebracht, die für den Ernstfall von großem Nutzen sein können.
