Wiefelstede - Der bisherige Ortsbrandmeister in Wiefelstede, Dennis Koopmann, wird auch in den nächsten sechs Jahren die Ortsfeuerwehr Wiefelstede leiten. Dafür haben sich die Mitglieder der Wehr am Montagabend einstimmig ausgesprochen. 50 der 58 Stimmberechtigten waren anwesend.

Eine große Herausforderung seiner zweiten Amtszeit wird vor allem die Organisation der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr in der Gemeinde Wiefelstede im Jahr 2022 sein: „Auch wenn es bis dahin noch eine lange Zeit ist, fangen wir bereits Ende dieses Jahres mit den ersten Vorüberlegungen an“, betonte Koopmann.

Beförderungen, Ehrungen und Wahlen

Die Feuerwehr Wiefelstede konnte auf ihrer Jahreshauptversammlung einige Einsatzkräfte befördern und ehren.

Befördert wurden: Friedrich Delmenhorst (jetzt Oberbrandmeister), Friederike Grüß (Oberlöschmeisterin), Maik Hillen (Hauptlöschmeister), Thomas Kobbe (Feuerwehrmann), Tobias Lehmann (Hauptfeuerwehrmann), Thomas Meyenburg (Oberfeuerwehrmann), Heiko Pold (Löschmeister), Sandra Remde (Feuerwehrfrau), Sönke Schäferdiek (Oberfeuerwehrmann).

Geehrt wurden: Wilfried Klefer (Stellvertretender Ortsbrandmeister, Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze), Günter Wilkens (Verdienstmedaille in Silber des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes)

Der Vorstand der Ortsfeuerwehr wurde neu gewählt: Dennis Koopmann wurde einstimmig wiedergewählt, sein neuer Stellvertreter ist Maik Hillen, der 41 von 49 Stimmen erhielt.

Hillens bisherigen Posten als stellvertretender Zugführer nimmt Mathias Hellwig ein, der einstimmig gewählt wurde. Zugführer Ingo Janßen ist einstimmig wiedergewählt worden.

In seiner neuen Amtszeit will Koopmann zudem weiterhin den Fokus auf die Ausbildung und die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehren legen. Die Berichte von Jugendfeuerwehrwart Andreas Grüß und Kinderfeuerwehrwart Karl-Heinz Jürgens stimmten die Feuerwehrleute jedoch schon jetzt sehr positiv: „Wir haben 22 Mitglieder, die insgesamt 1877,5 Dienststunden im Jahr 2018 absolviert haben, das sind 81,6 Stunden pro Mitglied“, betonte Grüß. Die Kinderfeuerwehr hat 15 Mitglieder und kann keine weiteren Kinder mehr aufnehmen, 27 Kinder stehen daher auf einer Warteliste. Grüß und Jürgens wurden von der Versammlung einstimmig entlastet.

Kassenwart Dirk Gerdes musste ein leichtes Minus bekanntgeben. Bei diesen Summen war jedoch nicht das Geld mit eingerechnet, das der Förderverein der Feuerwehr durch Spenden einnimmt. „Wir haben viele Fahrten organisiert und unsere Haupteinnahmequelle, der Weihnachtsmarkt, hat gefehlt. Wir müssen aber auch darüber nachdenken, vielleicht den Unkostenbeitrag für das Sommerfest zu erhöhen“, sagte Koopmann.

Der Ortsbrandmeister blickte auch auf das vergangene Jahr zurück: „Besonders das Bild, wie unsere Leute aufgrund der sofortigen Eisbildung bei Minus zehn Grad unter einem Eispanzer verschwanden, ist in Erinnerung geblieben“, erinnerte er sich an einen Hausbrand im Februar. Insgesamt ist die Anzahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, von 41 auf 47, knapp 12 000 Arbeitsstunden haben alle Einsatzkräfte zusammen für die Bevölkerung geleistet.

Lade ...

Koopmann berichtete, dass bei Einsätzen am Abend und nachts regelmäßig alle Plätze der Fahrzeuge besetzt seien. „Leider hält allerdings der Trend an, dass immer mehr Feuerwehrleute nicht in unserer Gemeinde arbeiten und tagsüber nicht zur Verfügung stehen.“ Hier sieht er eine zentrale Herausforderung.

Nils Coordes
Nils Coordes Online-Redaktion