Wildeshausen/Ahlhorn - Die Kontrolle eines mit Gefahrgut beladenen Sattelzugs aus Remscheid hat am Mittwoch gegen 2.15 Uhr in Steinloge zu einem aufwendigen Feuerwehreinsatz geführt. Auf der Ladefläche waren beschädigte Versandstücke festgestellt worden, teilte die Polizei mit. Der Sattelzug, der zuvor auf der Autobahn 1 unterwegs war, wurde auf einem Parkplatz an der B 213 nahe der Anschlussstelle Wildeshausen-West von der Autobahnpolizei Ahlhorn kontrolliert.
Bei der Begutachtung der Ladefläche stellten die Polizisten bereits eine mangelhafte Ladungssicherung fest. Im weiteren Verlauf der Kontrolle entdeckten sie auch beschädigte Versandstücke, aus denen weißes Pulver ausgetreten war.
Bei der Überprüfung der Ladepapiere stellte sich heraus, dass die mit umweltgefährdendem Zinkoxid gefüllten Säcke aufgrund ihres beschädigten Zustandes vom Ladungsempfänger nicht angenommen wurden und somit zum Ladungsabsender zurückgeschickt werden sollten. Insgesamt handelte es sich um drei beschädigte Säcke mit jeweils 20 Kilogramm Zinkoxid als Inhalt. Etwa ein Kilogramm des Pulvers war bereits ausgetreten.
Die Freiwillige Feuerwehr Ahlhorn, die auch dem erweiterten Gefahrgutzug angehört, wurde für die Bergung der beschädigten Versandstücke alarmiert. Mit Vollschutzanzügen konnten die beschädigten Säcke mit neuen Umverpackungen auf der Ladefläche gesichert werden, so dass kein weiteres Gefahrgut mehr austreten konnte. Der Einsatz konnte gegen 5.15 Uhr erfolgreich beendet werden.
Da auch weitere Versandstücke und die Ladefläche mit dem Pulver kontaminiert waren, musste eine Spezialfirma, die durch das Transportunternehmen beauftragt wurde, die Ladefläche und Versandstücke von Rückständen befreien. Erst dann durfte der Sattelzug weiterfahren. Es wurden gegen mehrere an der Transportkette beteiligte Personen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
