WILDESHAUSEN - Bereits am Vormittag brachte Rüdiger Assmann seinen ausgedienten Weihnachtsbaum zum Sammelplatz am Krandel. „Ich gebe jedes Jahr meinen ausgedienten Baum hier ab. Die Aktion der Freiwilligen Feuerwehr ist eine tolle Sache“, sagt der Wildeshauser, „die unterstützt werden muss.“ Gern gibt Assmann einen kleinen Obolus.
An sechs Plätzen in der Kreisstadt sammelten 22 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und rund 25 Aktive am Sonnabend alte Weihnachtsbäume ein. Sammelpunkte waren erneut der Lidl-Parkplatz am Westring, der Krandel-Parkplatz, der Kindergarten Heidloge, der Schulparkplatz an der Humboldtstraße, der Platz an der Bargloyer Straße und der einstige Kindergarten an der Harpstedter Straße. Erneut brachten einige Zeitgenossen ihre Bäume schon vor 9 Uhr an die Sammelstellen. „Drei Bäume lagen schon vor unserem Eintreffen hier“, sagt Feuerwehrmann Christian Jacobi, der gemeinsam mit Philipp Heinze sowie Christoph Albers (14) und Leon Gravel (14) an der Heidloge im Einsatz ist. Diese Bäume müsse nun der Bauhof entsorgen.
Der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer ist nicht ungefährlich. Auf dem Krandel-Parkplatz behindert eine dicke Eisschicht das Fortkommen. „Hier kann man leicht fallen“, ärgert sich Oberfeuerwehrmann Björn Dietz. „Wir gehen den Bürgern daher ein Stück entgegen.“ Dietz, Hauptfeuerwehrmann Eike Pape sowie Marvin Schröder und Lars Gebken (beide 14) packen am Vormittag hier an. Gegen 10 Uhr sind bereits 30 Tannen im Container. Nach der Leerung stellt Hermann Cordes, der stellvertretende Ortsbrandmeister, die Mulde näher zur Straße ab, damit die Wildeshauser nicht mehr über den Parkplatz gehen müssen.
An den Plätzen bietet sich aber auch Gelegenheit zum Klönschnack: „Heute Mittag tauschen wir“, sagt Detlev Horst, der selbst Feuerwehrmann ist, und mit Tochter Henrike samt Baum in der Schubkarre zur KiTa Heidloge kommt. Walter Thye, Gerold Meyer und Klemens Ressel bringen die ausgediente Tanne der Straßengemeinschaft „Am Radberg“ vorbei. „Beim Bau der Straße haben wir gleich an eine Bodenhülse gedacht“, erzählt Meyer. Erstmals wurde 1999 ein Maibaum gesetzt; die Weihnachtsbäume folgten.
Stadtbrandmeister Jürgen Koch, Ortsbrandmeister Helmut Müller und sein Stellvertreter Hermann Cordes versorgen an diesem Sonnabend die Ehrenamtlichen mit Tee und Bockwürstchen zur Stärkung. Am Abend werden insgesamt 837 Bäume gezählt. Acht Container werden abgefahren. „Bei der Entsorgung hat uns erneut die Firma Remondis unterstützt“, erläuterte Cordes. Knapp 50 Ehrenamtliche der Feuerwehren Wildeshausen und Düngstrup und der Jugendfeuerwehr waren im Einsatz. „Es ist alles super gelaufen“, dankte Cordes den Helfern.
