WILDESHAUSEN - Aufregung bei der Ferienpassaktion: Unter dem Motto „Präventionsarbeit“ stellten DLRG, Malteser, Polizei und Freiwillige Feuerwehr am Sonnabend ihre tägliche Arbeit den Kindern vor. Doch plötzlich musste die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall ausrücken: ein Unfall auf der Autobahn (siehe Artikel oben).

„Wir sind den ganzen Tag im Einsatz und abrufbereit", betonte Jens Hogeback von der Freiwilligen Feuerwehr zu Beginn der Ferienpassaktion des Stadtjugendrings. Aus diesem Grund erklärte er den Kindern auch, wie sie sich bei einem Notfall verhalten müssten. Um 16.11 Uhr trat der Ernstfall tatsächlich ein: Das Einsatzsignal schallte über das Gelände. Auf der Autobahn hatte sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Blitzschnell eilten die Feuerwehrmänner zu ihren Einsatzwagen und fuhren los. So konnten die Kinder gleich zeigen, dass sie verstanden hatten, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. Aus sicherem Abstand beobachteten sie mit großen Augen den Aufbruch der Einsatzkräfte.

Zum ersten Mal nahm die DLRG an der Aktion teil. „Wir wollen zeigen, dass jeder Menschenleben retten kann“, sagte Andreas Grüter. Erschreckend sei die Tatsache, dass die Zahl von Nichtschwimmern in den Grundschulen ansteige. „Die Eltern sollten ihren Kindern möglichst früh das Schwimmen beibringen“, sagte Sonja Behlen.

„Wir sind Freund und Helfer. Die Kinder sollen keine Angst vor uns haben“, betonte Martin Bruns von der Polizei, die mit von der Partie war. Die Kinder konnten sich vom Kommissar Fingerabdrücke abnehmen lassen oder einen Blick in den Polizeiwagen werfen. „Ich finde das Blaulicht am Besten“, freute sich Janek Scholz. Zum ersten Mal durfte sich der Fünfjährige in ein Polizeiauto setzen und sogar eine echte Polizeimütze aufsetzen. Bruns erklärte ihm, wie das Funkgerät funktioniert.