WILDESHAUSEN - Hell lodert die Flamme aus dem Stutzen des Edelstahltanks. Vier Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz bewegen sich auf das Inferno zu. Der Wassernebel aus dem Hohlstahlrohr fängt die Flamme ein. Spektakuläre Szenen waren am Mittwochabend auf dem Betriebsgelände von Exxon-Mobil in Großenkneten-Sage zu sehen. 16 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen trainierten dort den Einsatz bei einem Gasbrand.
Es war bereits der zweite Übungsabend der Wildeshauser Atemschutzträger an der so genannten GUBAS (Gefahrgut- und Brand-Simulationsanlage), die die Exxon-Werksfeuerwehr eigens angeschafft hat. „Wir haben immer wieder Anfragen von den hiesigen Feuerwehren, ob diese Anlage vor Ort für Übungen genutzt werden kann. Doch das ist sehr aufwendig, deshalb kommen nun die Einsatzkräfte nach und nach direkt zu uns“, erläuterte Exxon-Notfallkoordinator Fritz Völker. Er hatte die Übung gemeinsam mit dem Wildeshauser Atemschutzwart Björn Dietz ausgearbeitet.
Dabei ging es nicht allein um die Bekämpfung eines simulierten Gasbrandes, sondern auch um das Zusammenspiel zwischen den Atemschutzgeräteträgern der Freiwilligen Feuerwehren und der Exxon-Werksfeuerwehr. Vor der ausgedehnten Übungseinheit stellt Völker den Rettungskräften zunächst das umfassende Sicherheitskonzept für die Erdgasaufbereitungsanlage und die verschiedenen Gasförderungsstationen vor. Dann ging es „ans Eingemachte. Unter der Anleitung von Maik Ehlers gingen die Rettungskräfte jeweils in Dreier- sowie in Viererteams gegen die Flammen vor. Dazu wurde ein Hohlstahlrohr eingesetzt, das bis zu 400 Liter Löschwasser fein zerstäubt in den Brandherd abgibt. Durch diese Löschmethode wird die große Flamme förmlich eingefangen und vom Absperrventil ferngehalten. „Sicherheit ist bei uns ein wichtiges Kriterium, darum werden solche und andere Szenarien ständig geübt“, erklärte Völker. Aufsicht führten auch sein Stellvertreter Rolf Löschen und der Ausbilder der Exxon- Werksfeuerwehr, Herbert Kempermann.
Im Anschluss folgte bei einem kleinen Essen noch die Manöverkritik. Notfallkoordinator Völker zeigte sich sehr zufrieden: „Ich bin froh, dass wir in der Kreisstadt über zuverlässige Feuerwehren verfügen. Die Zusammenarbeit mit der Werksfeuerwehr klappt hervorragend.“
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