WILDESHAUSEN - Am 1. Januar 1980 übernahmen die Malteser den Rettungsdienst in Wildeshausen und im Landkreis. Jetzt feiert der Hilfsdienst sein 25-jähriges Jubiläum.

Von mathias Meer

WILDESHAUSEN - Einer, der sich mit der Geschichte und der Entwicklung des Malteser-Hilfsdienstes in Wildeshausen ganz besonders gut, ja fast am besten auskennt, ist Hugo Dierken. Das Gründungsmitglied des Stadtverbandes und seit dem 15. Januar 1980 hauptamtlicher Mitarbeiter und Dienststellenleiter erinnert sich an die Höhen und Tiefen, an die vor allem am Anfang schwierigen Phasen, aber auch an die freudigen Ereignisse und Erfolge. Dazu zählen vor allem die schnell gewonnene Akzeptanz in der Bevölkerung und die nach wie vor hohe ehrenamtliche Unterstützung – und die vier Geburten im Krankenwagen, resümiert der 51-Jährige.

Mit zwei Veranstaltungen feiert der Malteser Hilfsdienst das 25-Jährige sowohl des Rettungsdienstes wie auch des Dienststellenleiters. Der Festakt mit den „Offiziellen“ findet am Sonnabend, 15. Januar, in der neuen Cafeteria des Krankenhauses Johanneum statt.

Für Mitte des Jahres kündigt „Mister Malteser“ einen Tag der offenen Tür in der Wache an der Deekenstraße für alle Interessierten an, besonders natürlich für die Freunde und Förderer so wie die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Mit einem Rettungswagen aus Bremen und einem Krankenwagen, den der Landkreis vom DRK gekauft hatte, sowie einem Personenwagen und drei hauptamtlichen Mitarbeitern sowie 45 Ehrenamtlichen startete der Malteser-Rettungsdienst. Heute sind mit modernster Technik ausgerüstete Rettungs- und Krankenwagen im Einsatz. Die Malteser-Mannschaft zählt elf hauptamtliche Mitglieder, vier Auszubildende, die Einrichtung an der Deekenstraße ist Lern-Rettungswache vom Rettungssanitäter zum anerkannten Rettungsassistenten, und rund 20 regelmäßig aktive freiwillige Helfer. „Ohne die geht es nicht“, stellt Dierken klar.

Für politische Brisanz und vielfältige Querelen – vor allem mit den den konkurrierenden Diensten Rotes Kreuz und Johanniter – sorgte die Entscheidung des Landkreises 1979, den Rettungsdienst des DRK nicht zu verlängern und recht kurzfristig damit den Malteser-Hilfsdienst zu beauftragen. Im Dezember 1979 fand die abschließende Besprechung mit dem Landkreis statt und am 1. Januar 1980 konnte es losgehen.

In einem Raum der Wäscherei des Krankenhauses fanden die Malteser ihr erstes Domizil. Auf 15 Quadratmetern wurden Helfer und Technik untergebracht. Die drei ersten hauptamtlichen Mitarbeiter waren Hans-Hermann Kramer, Clemens Ripke und ab Mitte Januar Hugo Dierken. Ein seit langem geplanter Weihnachtsurlaub mit Freundin und späterer Ehefrau Cornelia zeichnet für den späteren Eintritt verantwortlich.

Dem Johanneum blieben die Malteser mit dem Bezug verschiedener Domizile verbunden: Vom Kindergarten ab Mai 1981 bis zur neuen Wache an der Deekenstraße im August 1996. Hier sind die Retter Mieter der Stiftung Johanneum.

Die NWZ setzt die Geschichte der Malteser fort.