WILDESHAUSEN - Genau um 14.53 Uhr des 1. Januars erblickte die erste Wildeshauserin des neuen Jahres das Licht der Welt: Laura Sophie war 4020 Gramm schwer und 55 Zentimeter groß, als sie Stephanie Konkol im Krankenhaus Johanneum zur Welt brachte. „Eine völlig unkomplizierte Geburt“, sagte Hebamme Anja Müntinga aus Dötlingen. Bei der Geburt dabei war natürlich Vater Jan Neumann. „Ich war noch gar nicht zu Hause“, gestand er am frühen Abend ein. Daheim in Harpstedt warteten die Söhne Lukas Philipp (5) und der 21 Monate alte Leon Mathes. Auch sie freuen sich über ihre kleine Schwester.
Nicht nur im Kreißsaal des Johanneums war zum Jahreswechsel einiges los: Premiere hatte am 1. Januar die neue zentrale ärztliche Notfallpraxis für Patienten aus Wildeshausen sowie den Gemeinden Großenkneten und Dötlingen. „Offenbar ist eine größere Grippewelle im Anmarsch“, befürchtete Dr. Joachim Schäbitz. Der Mediziner aus Oldenburg hatte von 10 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr den Bereitschaftsdienst übernommen. Allein am Nachmittag zählte er mehr als 25 Patienten. Gleichwohl fand Schäbitz lobende Worte für die guten Räumlichkeiten im Johanneum.
Aus Sicht der Rettungskräfte verlief der Jahreswechsel relativ ruhig. 15 Rettungsdienst-Einsätze zählt die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Ganderkesee in der Silvesternacht. Zumeist habe es sich um internistische Notfälle gehandelt. „Keine besonderen Vorkommnisse“, meldete auch der Malteser Hilfsdienst in Wildeshausen.
Gerade einmal 35 Minuten war das neue Jahr 2009 alt, da wurde die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Aus der Jahnstraße war ein Dachstuhlbrand gemeldet worden, der nach Aussage der Polizei vermutlich durch ein Feuerwerkskörper ausgelöst worden war. Die 18 Einsätzkräfte konnten das Feuer schnell löschen und so einen größeren Brand verhindern. Es entstand leichter Sachschaden.
Aus Sicht der Feuerwehr verlief die Silvesternacht im Kreis ruhig. In Wildeshausen und Hude gerieten zwei Altkleidercontainer durch Feuerwerke in Brand. Vermutlich absichtlich wurde ein Feuerwerkskörper in einen Briefkasten der Deutschen Post AG in Ganderkesee gesteckt. Die darin befindlichen Briefe wurden allesamt verbrannt. Am Neujahrsabend sorgte Glatteis für manch gefährliche Situation auf den Straßen.
