WILDESHAUSEN - An der Holbeinschule in Wildeshausen fiel am Freitag der Startschuss für die herbstliche Fahrradkontrollaktion der Polizei. „Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es von großer Bedeutung, die Kinder mit heller Kleidung, Warnwesten und Reflektoren auszurüsten“, so Verkehrssicherheitsberater Rolf Quickert, der von seinem Kollegen Sebastian Nitsch begleitet wurde.

Gemeinsam mit Angelika Wildbredt, der Verkehrsobfrau der Grundschule, sah sich das Duo 130 Fahrräder an. „Wir mussten 21 Gelbe Karten verteilen“, so Quickert. Hier gab es keine Plaketten, weil die Räder Mängel an der Beleuchtungsanlage aufwiesen. Die Eltern wurden gebeten, Mängel schnellstmöglich zu beheben. Rote Karten mussten die Polizisten nicht vergeben.

Das Präventionsteam der Polizei wird nun Kontrollaktionen an allen Wildeshauser Schulen durchführen – größtenteils unangemeldet. „Bei den gezielten Kontrollen auf den Schulwegen machen wir von unseren Sanktionsmöglichkeiten Gebrauch“, kündigte Quickert an. Der Spielraum werde bewusst eng gehalten.

Quickert appellierte an die Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern die Fahrräder zu überprüfen und gemeinsam zu reparieren. „Das können die!“ Es gehe keinesfalls darum, der Polizei „einen Gefallen“ zu tun, sondern um das Selbstverständnis, selbst mehr für die Sicherheit auf den Straßen zu tun. Gerade Autofahrer, denen unverhofft ein unbeleuchtetes Rad begegnen könnte, sollten mit gutem Beispiel vorangehen.