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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Aktion: In fünf Minuten bereit zu retten

29.07.2019

Wilhelmshaven Arne Schnabel, Willi Kappelhoff und Udo Placzek legen mit dem Seenotrettungsboot „Peter Habig“ ab. Jetzt heißt es: gut festhalten. Steuermann Schnabel gibt Gas, um die Verunglückten so schnell wie möglich wieder an Bord nehmen zu können. Diese sind schnell zu finden. Eine Rauchpatrone und eine Handfackel zeigen ihren Standort schon von Weitem an. Schnabel fährt so dicht wie möglich an die Männer heran. Bootsführer Placzek und Rettungsmann Kappelhoff werfen einem von ihnen einen Tampen zu und ziehen ihn an Bord. Gerettet! Der zweite Mann wird von der Besatzung der „Johann Fidi“ gerettet, dem Tochterboot des Rettungskreuzers „Bernhard Gruben“.

Beobachtet wird das Spektakel von Land aus von vielen interessierten Besuchern. Denn das, was den ehrenamtlichen Seenotrettern der hiesigen Station der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) täglich passieren kann, war am Sonntag nur eine Übung. Es war Tag der Seenotretter und da gaben die Experten Einblick in ihre Arbeit.

Die Station in Wilhelmshaven hat rund 20 Mitglieder, die abwechselnd in Bereitschaft sind. „Meistens kommen wir bei Motorschäden zum Einsatz“, erzählt Udo Placzek. Aber auch abgetriebene Schwimmer, Surfer oder andere Wassersportler müssen immer mal wieder aus brenzligen Situationen gerettet werden. Beides ist erst am Samstag wieder vorgekommen. Und immer wieder geraten Wattwanderer in Not, weil sie ohne fachkundige Führung losgelaufen sind und die Tide unterschätzt haben.

Zu Gast im Nassauhafen war am Sonntag auch der Rettungskreuzer „Bernhard Gruben“ aus Hooksiel. Das Schiff ist mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Rettern besetzt. „Wir sind immer 14 Tage am Stück an Bord“, erzählte Vormann Henning Janssen. Mit dem Rettungskreuzer fahren sie zu Einsätzen weiter raus als die Helfer der Freiwilligenstationen und sind innerhalb von fünf Minuten nachdem ein Notruf eingegangen ist, raus aus dem Hooksieler Außenhafen – ihrem Liegeplatz. Bei den Ehrenamtlichen dauert es bis zu 15 Minuten, bis sie starten können. Die Stationen in Wilhelmshaven, Hooksiel und Horumersiel arbeiten sehr eng miteinander zusammen.

An Land konnten die Besucher jede Menge Modelle von Rettungsschiffen und -booten aus der Nähe betrachten, sich ausführlich über die DGzRS informieren und natürlich auch spenden. Denn die Gesellschaft ist auf Spenden angewiesen.

Eine spektakuläre Übung gab es dann am Nachmittag zu sehen. Wieder hieß es: „Mann über Bord“. Mit der „Johann Fidi“ eilten die Retter zum Verunglückten und brachten ihn an Bord des großen Rettungskreuzers. Von dort wurde der Verletzte von einem Hubschrauber aufgenommen, um auf schnellstem Wege in ein Krankenhaus gebracht und versorgt werden zu können – so jedenfalls wäre es im Erstfall.

Einen wirklichen Einsatz hatte die DGzRS indes bereits am Freitag: Alt-Bundespräsident Joachim Gauck war vor dem Ostsee-Bad Wustrow in Mecklenburg-Vorpommern mit einem kleinen Segelkutter gekentert – im Flachwasser. Wie das Bundeskriminalamt bestätigte, ist der 79-Jährige aus dem Wasser gerettet worden. „Herr Gauck ist unverletzt und wohlauf“, sagte eine Sprecherin. Das Seenotrettungsboot „Barsch“ barg ihn aus dem Bodden.

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