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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Löschwasser darf nicht in Kanalisation

16.08.2019

Wilhelmshaven Das Großfeuer in einem Wilhelmshavener Entsorgungsbetrieb ist am Donnerstag unter Kontrolle gebracht worden. „Der Brand ist im Wesentlichen gelöscht“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen. „Eine Brandwache versucht, die letzten Glutnester aufzuspüren.“

Die am Mittwoch in Brand geratenen aufgestapelten Schrottfahrzeuge müssen auseinandergezogen werden, um an die unten liegenden Glutnester zu gelangen, teilte die Stadt Wilhelmshaven am Tag nach dem Brand mit. Eine besondere Herausforderung bei den Löscharbeiten: Das Löschwasser darf wegen vor Ort befindlicher Reststoffe wie Öle und Kraftstoffe nicht in die Kanalisation und somit in die Kläranlage geleitet werden. Das Löschwasser muss aufgefangen und anschließend fachgerecht entsorgt werden. Unterstützt wird die Wilhelmshavener Feuerwehr von den Freiwilligen Feuerwehren aus dem benachbarten Landkreis Friesland, die die Einsatzkräfte vor Ort abgelöst haben. 60 Feuerwehrleute der Ortswehren Hohenkirchen, Neuenburg, Zetel, Sande, Jever, Minsen, Varel und Accum waren im Einsatz.

In dem Betrieb waren nach Angaben der Polizei am Mittwochnachmittag übereinander gestapelte Schrottfahrzeuge in Brand geraten. 130 Einsatzkräfte waren vor Ort. Zwei Einsatzkräfte seien bei den Löscharbeiten leicht verletzt worden, teilte die Stadt mit. Die Ursache für den Brand war auch am Donnerstag noch unklar. „Fast die ganze Stadt riecht jetzt nach Qualm, weil der Wind noch einmal gedreht hat“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Morgen. Anwohner waren gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Schadstoffmessungen wurden während des Einsatzes durchgeführt, es wurden aber keine bedenklichen Werte festgestellt. Zwei Fahrzeuge der Feuerwehr wurden durch Hitzeeinwirkung beschädigt, waren aber weiterhin einsatzfähig. Eine Drehleiter fiel aus.

Die Feuerwehr Wilhelmshaven hatte am Mittwochnachmittag Stadtalarm ausgelöst, somit waren alle zur Verfügung stehenden Kräfte von Berufsfeuerwehr und den Freiwilligen Feuerwehren Rüstringen und Bant-Heppens zum Löschen des Großbrandes im Einsatz.

Unterstützt wurden sie von der Werksfeuerwehr der NWO sowie von Schleppern, die von der Wasserseite aus Löscharbeiten vornahmen. Die Rauchwolke war bis weit über die Stadtgrenzen hinaus zu sehen. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Rauchwolke war selbst von Bremerhaven aus deutlich zu sehen, wie mehrere Bilder beim Kurznachrichtendienst Twitter zeigten. Selbst in Oldenburg war die Rauchwolke am Horizont zu sehen.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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