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Immer mehr Wrackteile angespült

Wilhelmshaven Es ist Tag 5 der Suche nach dem über dem Jadebusen abgestürzten Leichtflugzeug. Bislang wurden nur einzelne Wrackteile gefunden, von den Insassen fehlt fast jede Spur. An diesem Freitag wird die Suche fortgesetzt. Erstmals kommt das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ zum Einsatz, von dessen technischer Ausstattung sich die Wasserschutzpolizei Fortschritte erhofft.

Die Entwicklungen im Überblick:

Freitag, 24. Mai – Fünfter Tag der Suche

Auch an Tag fünf der Suche in der Jade nach dem am Sonntagabend abgestürzten Kleinflugzeug wurden weitere Wrackteile gesichtet und geborgen – das Hauptwrack blieb weiterhin unentdeckt. Auch von den beiden 44 und 49 Jahre alten Männern aus dem Raum Hannover, die mit dem Flugzeug von Wangerooge gestartet waren, fehlt weiter jede Spur.

Das Sonarboot der Wasserschutzpolizei wird am Samstag weiter in der Jade nach dem Wrack suchen. Verstärkt wird es von einem zweiten Sonarboot, das die Wattkante von Tossens auf Butjadinger Seite nach Norden absucht. Und der Polizeihubschrauber wird die Suche ebenfalls unterstützen.

Wrackteile des Flugzeugs sind im Dreieck zwischen Schillig, Wilhelmshaven und Tossens entdeckt worden. Auch am Freitag entdeckten die Tossenser Nationalpark-Wattführer fast 100 Teile, die vom Flugzeug stammen, unter anderem ein Teil des Bordbuchs und ein Cap.

Im Spülsaum liegen noch Unmengen an Isolierungsmaterial und Styroporteilchen – wenn die Hauptsuche nach dem Wrack beendet ist, wird wohl noch eine große Sammelaktion gestartet werden müssen.

Donnerstag, 23. Mai – Vierter Tag der Suche

Auch an Tag vier seit dem Verschwinden des Kleinflugzeugs über der Jade blieb die Suche ergebnislos: Das Charterflugzeug mit zwei 44 und 49 Jahre alten Männern aus dem Raum Hannover an Bord war am Sonntag um 18.20 Uhr auf Wangerooge gestartet, um 18.27 Uhr verschwand es vom Radar.

In der See treibende Wrackteile hatten am Montag den großen Sucheinsatz ausgelöst. Wrackteile waren im Bereich zwischen Schillig, Wilhelmshaven und Tossens entdeckt worden, nicht aber das Hauptwrack mit den beiden seitdem vermissten Männern. „Wir wollen das Wrack auf jeden Fall finden“, teilte die Wasserschutzpolizei mit: Am Wochenende wird weitergesucht.

Mittwoch, 22. Mai – Dritter Tag der Suche

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs über der Nordsee sind die Insassen und das Hauptwrack noch immer nicht entdeckt worden. An diesem Mittwoch wurde die Suche mit Peilboot und Polizeihubschrauber fortgesetzt. Bei dem rund einstündigen Flug über das mögliche Absturzgebiet „konnten keine ergänzenden Feststellungen getroffen werden“, heißt es von der Polizei Wilhelmshaven.

Obwohl auch am Mittwoch bei Tossens zahlreiche Wrackteile entdeckt und gesammelt wurden, fehlt nach wie vor das Hauptwrack. Da durch die Funde bei Tossens sich das mögliche Absturzgebiet vergrößert hat, wird die Suche neu koordiniert. Die Gespräche darüber laufen am Mittwochabend, wie ein Polizeisprecher der Wasserschutzpolizei Oldenburg der NWZ auf Nachfrage mitteilte. Entgegen anders lautender Gerüchte betonte der Sprecher, dass die Suche nicht eingestellt wurde, sondern weiterläuft.

Polizei bittet um Hinweise

Personen, die am Sonntag in der Zeit von 18.20 bis 19.30 Uhr im Bereich Tossens ein Flugzeug gehört oder gesehen haben bzw. anderweitige sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei unter der Rufnummer 04421/9420 in Verbindung zu setzen.

Was seit Sonntag geschehen ist

Sonntag, 19. Mai – Start ab Wangerooge

Der Flugverlauf (Grafik: Pinzke/Stepmap)

18.20 Uhr: Das gecharterte Leichtflugzeug vom Typ Cirrus SR 20 startet am Flugplatz Wangerooge. An Bord der viersitzigen Maschine: Ein 44-Jähriger als Pilot sowie ein 49-Jähriger als Passagier. Beide stammen laut Polizei aus dem Raum Hannover. Der Start ist erfolgreich, doch nach nur ungefähr sieben Minuten Flugzeit bricht der Kontakt zur Maschine ab. Laut Flugradar befand sich die Cirrus SR 20 zu diesem Zeitpunkt über dem Wattenmeer, östlich von Hooksiel auf einer Höhe von rund 500 Meter. Die Geschwindigkeit betrug etwa 260 km/h. (Zum Flugverlauf bei Flightradar24) Möglicherweise ist das Flugzeug mit den beiden Männern im schweren Gewitter, das am Sonntagabend tobte, abgestürzt.

Die Entwicklungen am Montag, 20. Mai – Erster Tag der Suche

Entdeckt worden war der Flugzeugabsturz am Montagmittag. Ein Mitarbeiter einer Firma war in einem Begleitboot (Makerboot) südlich vom Container-Terminal, in der Nähe der Niedersachsenbrücke auf See unterwegs und entdeckte ein Wrackteil.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die Polizei, die Wasserschutzpolizei, Freiwillige und Berufs-Feuerwehren, die DLRG, das Wasserschifffahrtsamt und die Marine samt Hubschrauber starten eine große Suchaktion an Land und im Wasser, bei der im Bereich zwischen Schillig und Rüstersiel zahlreiche Wrackteile entdeckt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist noch unklar, ob sich neben dem Piloten noch weitere Personen an Bord befunden haben.

Die Besatzung eines Marinehubschraubers findet am Montagabend in der Nordsee die Pilotentasche des 44-Jährigen mit persönlichen Gegenständen.

Auf dem Heimatflugplatz des Kleinflugzeugs bei Hannover herrschen Trauer und Entsetzen. Der Flieger gehört einer gewerblichen Flugschule. Der Pilot war Mitglied des dortigen Flugclubs. Er habe die Cirrus SR 20 schon häufiger geflogen, hieß es dort. Er war am Sonntagmorgen zu einem Tagesflug von Hannover nach Leer und dann weiter nach Wangerooge gestartet.

Im Außenhafen Hooksiel wird eine Sammelstelle eingerichtet, in der die Wrackteile näher untersucht werden. Das Luftfahrtbundesamt und die Bundesstelle für Flugunfälle sind mit Experten vor Ort.

Aufgrund aufziehenden Seenebels und stark eingeschränkter Sicht muss die Suche am am Montagabend gegen 20.30 Uhr zunächst eingestellt werden.

Die Entwicklungen am Dienstag, 21. Mai – Zweiter Tag der Suche

Am Dienstagmorgen wird gemeldet, dass das Hauptwrack gefunden worden sei. Dies entpuppt sich aber als Fehlmeldung.

Die Suche wird um 7 Uhr wieder aufgenommen. Nebel und Regen beschränkten die Sichtweite auf nur 50 Meter. Die Suche aus der Luft ist zunächst gar nicht möglich.

Boote der Wasserschutzpolizei sowie das Peilschiff „Jade“ fahren den Bereich des Flugkorridors ab, um weitere Wrackteile oder die Insassen des Flugzeugs zu entdecken. Mittlerweile geht man davon aus, dass sich neben dem 44-jährigen Piloten noch ein 49 Jahre alter Passagier mit an Bord befand.

Lesen Sie auch: Wrackteile zerstreut von Schillig bis Port

In der stündlichen Lagemeldung von Jade-Traffic wurde zudem die Schifffahrt darum gebeten, nach Wrackteilen Ausschau zu halten und Funde der Verkehrszentrale zu melden.

Am Dienstagmittag entdecken zwei Wattführer an der Wasserkante vor Tossens ebenfalls Wrackteile. Die Suche wird daraufhin auf die östliche Jade ausgeweitet. Nach Besserung des Wetters kommt auch ein Hubschrauber zum Einsatz, der den erweiterten Flugkorridor absucht. Dort sei dann ein Transpondersignal empfangen worden, das vom vermissten Flugzeug stammen könnte.

Das Leichtflugzeug Cirrus SR 20

Die Cirrus SR 20 ist ein einmotoriges Leichtflugzeug. Der Tiefdecker aus Verbundwerkstoff wird seit 1999 produziert und bietet Platz für vier Personen inklusive Pilot.

Eine Cirrus SR20 (Bild: Clément Gruin (Wikimedia, CC-BY-SA 4.0))

Die SR 20 verfügt über eine vollständige digitale Avionik. Zur Ausstattung gehört auch ein Fallschirm, der im Notfall entfaltet werden kann, um das Flugzeug sicher zu Boden zu bringen. Die Maschine wird unter anderem auch bei der französischen Luftwaffe und bei der Lufthansa in Arizona zu Trainingszwecken eingesetzt.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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